St. Maria Königin

 

Pfarrnachrichten

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Chorgemeinschaft St. Johann Baptist

geschrieben von Ursula Preiß und Elisabeth Schmitz

Die Anfänge der Chormusik in Refrath sind nicht ausreichend genug dokumentiert, aber reichen sicherlich mehrere Hundert Jahre zurück. Erstmalig wird im Jahre 1857 berichtet, dass sieben Choralsänger mit dem ersten Refrather Pfarrer, Christian Büschemer, Mess­feiern gestaltet haben. Zur gleichen Zeit gab es den „Gesangsverein Cäcilia“, der damals bereits aus 36 Mitgliedern bestand. Im Jahre 1884 schlossen sich aufgrund der Initiative des zweiten Refrather Pfarrers, Heinrich Josef Dolman, einige Sänger dem „allgemeinen deutschen Cäcilienverband 1864“ an und erhielten somit eine Satzung und eine Bestätigung. Dies war die Geburtsstunde des „Kirchenchores Cäcilia“, der zu diesem Zeitpunkt ca. 40 Sänger aufweisen konnte. Im Jahre 1904 bestand bereits ein Knabenchor und im Jahre 1912 wurde ein Jungfrauenchor gegründet. Nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1921 fanden sich 17 Mitglieder zusammen, die den Kirchenchor wieder aufleben ließen. Seitdem wird am letzten Sonntag des Kirchenjahres das Fest der Hl. Cäcilia gefeiert.

Der Zweite Weltkrieg folgte und verhinderte abermals eine regelmäßige Ausübung der Chormusik. Nach Kriegsende im Jahre 1945 schlossen sich die drei Chöre, der „Kirchenchor Cäcilia“, die Damen des „Marienchores“ und der Knabenchor zusammen, um einige große Projekte zu verwirklichen. Aufgrund einer Meinungsverschiedenheit über die Fortführung des Dirigats löste sich der Chor im Jahre 1952 auf. Im Jahre 1954 nahmen 11 Sänger den Chor­gesang wieder auf. Zeitgleich gründete sich ebenfalls der Marienchor mit 29 Sängerinnen neu. In der Pfarrei St. Maria Königin in Frankenforst gründete sich im Jahre 1961 die „St. Gregorius Chorgemeinschaft“ und in St. Elisabeth entstand im Jahre 1964 ein weiterer Chor, der sich im Jahre 2010 auflöste. Zwischenzeitlich wurde der „Kirchenchor Cäcilia“ in „Pfarr-Cäcilienchor St. Johann Baptist“ umbenannt, in dem mittlerweile nicht nur Männer und Frauen sondern auch konfessionsübergreifend gemeinsam gesungen wurde. In der Jahres­hauptversammlung des Jahres 2008 beschlossen die Chormitglieder des „Pfarr-Cäcilienchores St. Johann Baptist“ aus Refrath und die „St. Gregorius Chorgemeinschaft“ aus Frankenforst die Zusammenlegung der beiden Chöre zur heutigen „Chorgemeinschaft St. Johann Baptist“.

Die Tradition der Chormusik hat eine bewegte Zeit hinter sich. Eins hat die Sängerinnen und Sänger immer begleitet: Die Lust zur gemeinsamen musikalischen Gestaltung von Messen und Konzerten.

Sollten Sie Lust haben, mit uns zu singen, so sind Sie herzlich zu unseren Chorproben, mittwochs um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum von St. Johann Baptist, eingeladen.


 

Konzert 130. Chorjubiläum130-jähriges Chorjubiläum

Das besondere Ereignis wurde am 22.06.2014 gefeiert. Zunächst mit einer Aufführung der Krönungsmesse von W. A. Mozart während der 11.30-Uhr-Messe in St. Maria Königin.
Im Anschluss war von lieben Helfern im Pfarrgarten bereits alles für unser Fest vorbereitet – der Grill befeuert, Getränke und ein Büffet von mitgebrachten Leckereien bereitgestellt. Auch Petrus hatte reichlich Sonne geschenkt. Nach dem Mittagessen bot Frau Ocker eine kunsthistorische Führung durch die Kirche St. Maria Königin an.

Grillen beim 130. ChorjubiläumAnschließend wurden im Pfarrsaal Fotos aus verschiedenen Zeitepochen des Chores gezeigt. So manch einer konnte sich und andere wiederfinden. Das gut besuchte Konzert des Kalobrhi-Chores um 17 Uhr war mit einem bunten Programm gestaltet worden. Die Präzision und das Stimmvolumen des Chores war beeindruckend. Dafür gab es langen Applaus. Danach wurde mit unseren Gast-Chorsängern im Pfarrgarten weitergefeiert. Bei ausgelassener Stimmung stimmten wir zu Klavierbegleitung ein Potpourri unterschiedlicher, vor allem weltlicher Lieder an. Spät am Abend endete dieser erlebnisreiche Tag. Bereits heute freuen wir uns im Zusammenwirken mit dem Kalobrhi-Chor am 29.03.2015 das Requiem von Verdi aufzuführen.


 

Chorwochenende

Über das Wochenende vom 29. bis 31. August verlegte die Chorgemeinschaft ihre Probenarbeit in den Westerwald.
Am Freitagnachmittag ging es nach Hübingen. Bereits die Zufahrt zum Feriendorf ließ uns ahnen: Wir sind am Ende der (bewohnten) Welt! Terrassenförmig an den Hügel angeschmiegt und von Wiesen umgeben befanden sich mehrere Bungalows, die für das Wochenende unser Zuhause sein sollten. Freitags schon begann die Probenarbeit in der Kapelle und mündete in einem langen Grillabend, der in einem fröhlichen, auch kölsche Lieder singenden Kreis endete, – auch wenn unser Chorleiter uns lieber eine Aufnahme des Requiems vorspielen wollte.

Nach einem üppigen Frühstück begannen wir mit der Probe des Verdi-Requiems. Mittags gab es einen kleinen Imbiss, und wir hatten Zeit, den herrlichen Blick über den Westerwald bis zum Taunus zu bewundern. Anschließend wurde bis abends weiter geprobt. Danach waren wir ganz schön geschlaucht und freuten uns auf den erneuten Grillabend. Sonntags war dann auch schon Schluss: noch einmal proben, Mittagessen und danach ging es wieder nach Hause.

Es war ein schönes Wochenende, das uns weitergebracht hat: musikalisch, weil wir Zeit hatten, einige Stellen sehr intensiv zu proben und das ganze Werk durcharbeiten konnten; was die Gemeinschaft angeht, weil wir Zeit zu persönlichen Gesprächen und auch miteinander viel Spaß hatten. Danke allen, die zum Gelingen beigetragen haben! Es wäre wunderbar, so ein Probenwochenende noch einmal zu veranstalten. Es lohnt sich!

Ursula Preiß und Elisabeth Schmitz