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Kirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 15 September 2017 10:02

Liebe und Vergebung als Voraussetzung für eine gute Gemeinschaft

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    Liebe Leserinnen und Leser,

am vergangenen Sonntag hörten wir in der Lesung die Worte des Apostels Paulus „Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer.“ (Röm 13,8). Wir sind als Christen stets zu gegenseitiger Liebe verpflichtet. Paulus hat den Geist Jesu intuitiv begriffen, und das hat ihn zu einer neuen Sicht des Gesetzes geführt: Wenn wir im Tiefsten unseres Herzens begriffen haben, wie sehr wir von Gott geliebt und bedingungslos bejaht sind, können wir nicht anders, als diese Liebe auch einander zu schenken. Für Paulus ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes, denn sie tut dem Nächsten nichts Böses (8vgl. Röm 1310).

In diesem Sinne sagt auch Jesus, dass das Liebesgebot Gott zu lieben und den Nächsten wie sich selbst die Erfüllung aller Gebote ist.

Aus dieser Haltung heraus, gab uns Jesus im Evangelium (Mt 18,15) des letzten Sonntags das Gebot der geschwisterlichen Zurechtweisung (correctio fraterna). Sie ist ein Gebot der Nächstenliebe. Wenn wir merken, dass ein anderer sich nicht richtig verhält, sollen wir ihn darauf direkt ansprechen. Das wird leider viel zu wenig getan. Meist wird doch mit Dritten über die betroffene Person, die etwas falsch gemacht hat, gelästert. Dabei könnte das direkte Gespräch alles am besten regeln und wieder gut machen! Freilich sollten wir auch immer bedenken, dass wir leicht jeden kleinsten Fehler der anderen wahrnehmen, aber die eigenen nicht sehen. Wenn wir andere kritisieren, sollten wir dies immer im Bewusstsein tun, dass man selber nicht perfekt ist, meist man sogar mindestens genauso große Fehler macht wie die, die man an anderen kritisiert.

An diesem Sonntag hören wir im Evangelium (Mt 18, 22) die Aufforderung Jesu, dem anderen nicht nur siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal zu vergeben. Mit anderen Worten: immer, wenn uns der andere mit ehrlichem Herzen darum bittet. Auch das gehört zum Gebot der Nächstenliebe. Es betrifft uns aber auch selber: Denn wer anderen nicht vergeben kann, wird im wahrsten Sinne des Wortes nachtragend und verbittert mit der Zeit. Er muss zu viele Lasten mit sich herumtragen, die ihn selbst nicht mehr froh werden lassen. Anderen zu vergeben, befreit nicht nur den Schuldiggewordenen von einer Last, sondern auch denjenigen der vergibt.

Liebe und Vergebung gehören zu den  Voraussetzungen, wodurch gute Gemeinschaft entstehen kann.

Uns allen ein frohes und schönes Ökumenisches Pfarrfest an diesem Sonntag!

Herzliche Grüße

 

Winfried Kissel, Pfarrer

Letzte Änderung am Freitag, 15 September 2017 10:23
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