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Kirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 06 Oktober 2017 11:31

Arbeit im Weinberg Gottes

geschrieben von

ObstschaleLiebe Schwestern und Brüder,

hinter dem Erntedankfest, das wir in den letzten Tagen gefeiert haben, steht eine Grundhaltung: der Mensch erfährt sich als Geschöpf Gottes und damit als Teil der ganzen Schöpfung, die ihm anvertraut ist. Daraus erwächst eine Verantwortung für alle anderen Menschen und Lebewesen, ja für die ganze Schöpfung. Wer Erntedank feiert, sieht sich reich beschenkt, nicht nur als Arbeiter, der sich sein tägliches Brot verdient hat.

Indem wir Erntedank feiern, wächst uns der Auftrag zu, die Güter dieser Erde zu teilen, füreinander Sorge zu tragen und für Gerechtigkeit und für das Leben einzutreten. Diesen Auftrag anzunehmen heißt, mit den Worten der Bibel gesprochen, im Weinberg des Herrn zu arbeiten. Wir sind aufgefordert, diese Herausforderung mit einem deutlichen JA anzunehmen, so hörten wir es im Evangelium des letzten Sonntags.

An diesem Sonntag greifen der Prophet Jesaja (Jes 5,1-7) wie der Evangelist Matthäus (Mt 21,33-44) das Bild vom Weinberg wieder auf. Beide Texte sprechen von der Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel.

Bei Jesaja bringen der Weinberg und seine Reben nur saure Früchte hervor: das Volk Gottes hält sich nicht an die Gebote Gottes und begeht immer wieder Rechtsbruch und handelt gegen die Gerechtigkeit. Weder Dankbarkeit gegenüber Gott noch soziale Verantwortung gegenüber allen Mitgliedern des Volkes wird geübt. Die Folge ist, dass der Weinberg verwahrlosen wird. Im Matthäusevangelium hat der Gutsbesitzer seinen Weinberg an Winzer verpachtet. Diese wollen die Pacht nicht zahlen und töten nicht nur die Knechte des Gutbesitzers, sondern auch seinen Sohn. Das Gleichnis endet mit den Worten: „Das Reich Gottes wird einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.“

Als Christen sind wir in den Weinberg Gottes, die Welt, gesandt. Dabei soll uns nicht blinder Aktionismus treiben. Paulus rät uns vielmehr: „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. … Und der Friede Gottes wird mit euch sein.“ (Phil 4,6f)

Ihnen allen einen frohen und gesegneten Sonntag!

Ihr Pfr. Winfried Kissel

Pastoralbüro

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