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Kirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Samstag, 18 November 2017 10:35

Fördern und Fordern

geschrieben von

PokaleLiebe Refrather Christen,
„Deutschland sucht den Superstar", „Chanson de la Eurovision" oder wie immer die Talentschmieden auch heißen mögen, es wimmelt im Deutschen Fernsehen von Talentshows, ob es nun ums Singen, Tanzen, Kochen geht; die Einschaltquoten scheinen zu bestätigen: Der Deutsche schaut gerne auf außerordentliche Talente und Begabungen und er mag den Vergleich, den Wettbewerb, den Contest.

Christliche Tugend, so hatte es über Jahrhunderte den Anschein, verbot es zumeist, die eigenen Talente und Fähigkeiten wahrzunehmen und zu benennen. Bescheidenheit gehörte zum guten Ton. „Kein Wunder” mag man sich denken, wenn manche sich dann gar nichts mehr zutrauten.

Heute gilt, Gottlob, in unserer Bildungslandschaft das Motto des „Förderns und Forderns”. Das Beste, was Gott in Menschen grundgelegt hat, soll zur Entfaltung und vollen Blüte kommen dürfen. Jesus sah das schon zu seiner Zeit ganz ähnlich. Im Gleichnis von den Talenten (Mt 25,14-30) warnt er davor, aus lauter Angst lieber nichts zu tun als etwas  zu machen, am Leben vorbei zu gehen und die eigenen Möglichkeiten brach liegen zu lassen. Jesus verkündet mit diesem Evangelium einen Gott, bei dem wir immer wieder neu anfangen dürfen.

„Eine Kultur der Fehlerfreundlichkeit", wie sie in dieser Woche ja auch der deutsche Bundestrainer Jogi Löw mit Blick auf die Vorbereitung zur Fußball-WM 2018 in Russland vom Nationalteam gefordert hat, wünscht sich auch das Evangelium. Es ermutigt uns, im Reich Gottes das zu säen, was uns gegeben wurde. Mögen dabei auch Fehler passieren, das muss uns nicht umwerfen, im Gegenteil, aus ihnen gilt es zu lernen, neue Erkenntnisse zu gewinnen! Nach Paulus ist jedem eine Gabe gegeben, damit sie anderen nützt (vgl. 1 Kor 12,7).

Was haben Sie / hast Du der Welt und unserer Gemeinde vor Ort zu geben?

Herzlich grüße ich Sie/Euch im Namen des Pastoralteams
Dirk Peters

Letzte Änderung am Sonntag, 19 November 2017 10:48
Dirk Peters

Dirk Peters ist Schulseelsorger an der Erzbischöflichen Ursulinenschule in Köln und wirkt als Subsidiar in der Gemeinde St. Johann Baptist in Bergisch Gladbach-Refrath.
1964 in Düsseldorf geboren und in Neuss aufgewachsen, studierte Dirk Peters zunächst in Paderborn (1986-90) Religionspädagogik und später in Bamberg (1991-94) und Bonn/ St. Augustin (1994-97) Theologie. Während seiner Zeit in Bamberg konnte Dirk Peters bereits erste Erfahrungen als Religionslehrer sammeln.
Nach seiner Priesterweihe 1999 in Köln wirkte er zunächst als Kaplan in Neubrück (1997-2000), Bensberg und Moitzfeld (2000-2005), bevor er 2005 als Schulseelsorger an die Erzbischöfliche Ursulinenschule in Köln berufen wurde.
Pfr. Peters war einige Zeit Autor bei Einslive und hat zahlreiche Kinderkatechesen für die Predigerzeitschrift "Der Prediger und Katechet".
Weiter ist er er Praxisbegleiter im Rahmen der Priester- und Diakonenausbildung des Erzbistums Köln für das Katechetische Projekt. Der bekennende Israel-Palästina-Fan liest gerne und viel, besucht klassische Konzerte und Lesungen und liebt die Nordsee. In den großen Ferien wirkt er auf den Inseln als Tourismusseelsorger.