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Freitag, 05 April 2019 21:09

Was bedeutet St. Johann Baptist für mich?

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FragezeichenDie katholische Kirche steht in Deutschland vor großen Herausforderungen. Die Mitgliederzahlen nehmen seit Jahrzehnten ab, die Zahl der aktiven Gottesdienstbesucher ebenfalls und auch die Zahl der Priester und Priesteramstkandidaten ist rückläufig. Dies führt in seiner Konsequenz zu rückläufigen Einnahmen und einer geringeren Versorgungsdichte für die Seelsorge, letztendlich zu Gemeindefusionen oder alternativen Konzepten wie die so genannten Sendungsräume. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen, er kann sich sogar durch interne Faktoren (beispielsweise den Missbrauchs-Skandal) und externe Faktoren (beispielsweise Besteuerung der Renten) noch beschleunigen. Als Gemeinde müssen wir diese Entwicklung offen sehen und bewerten, was sie für uns bedeutet.

Neujahrs-Initiative

Im November 2018 wurde der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand neu gewählt. Der Wahlrhythmus wurde synchronisiert und die Mitgliederzahl des PGR verkleinert, um so strukturell die Zusammenarbeit und die Effizienz der Gremien zu steigern. Der PGR hat sich im Februar 2019 an einem Wochenende zu einer Klausurtagung getroffen, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu analysieren und um die Diskussion zu starten, wie die Gemeinde, die Gremien und die Hauptamtlichen auf die zu erwartenden Veränderungen reagieren können. Als Vorbereitung zu dieser Klausurtagung hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, ab dem Tage des Neujahrsempfang für eine Woche den Gemeindemitgliedern die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken zu zwei Fragen zu beschreiben:

  1. Was bedeutet St. Johann Baptist für mich?
  2. Was wünsche ich mir für die Zukunft von St. Johann Baptist?

Eine Übersicht aller Kommentare finden Sie in folgenden beiden Artikeln (Teil 1, Teil 2) - insgesamt gab es über 70 Beiträge. An dieser Stelle vielen Dank für ihre Mithilfe!

Wir sind als PGR von vielen gebeten worden, die Ergebnisse unserer Auswertung im Bewegungsmelder zu veröffentlichen. Wenn das nur so einfach wäre! – denn die Themen sind vielschichtig. Ich lade Sie daher ein, einen Blick auf die Homepage zu werfen und dort die einzelnen Beiträge und Kommentare zu sehen. Gerne können Sie auch weitere Kommentare und Meinungen schreiben. Der Dialog soll gerne noch lange offen bleiben!

An dieser Stelle aber schon ein paar Erkenntnisse. Für viele Gemeindemitglieder bedeutet St. Johann Baptist in einem Wort zusammengefasst: Heimat. Eine bessere Rückmeldung kann man sich eigentlich gar nicht wünschen. Auch das Gefühl von Vertrauen, Gemeinschaft und Zusammenhalt wurde mehrfach genannt.

Eine weitere wichtige Bedeutung ist die Spiritualität; Frieden, Glauben, Ruhe wurden häufig genannt. St. Johann Baptist stellt einen Raum des Rückzugs und der inneren Einkehr dar – auch für jugendliche Gemeindemitglieder.

Aber auch kritische Stimmen haben sich gemeldet. Es wird empfunden, dass vieles abgeblockt wird, dass Seilschaften existieren oder dass mehr getan werden muss, beispielsweise um die Erstkommunion-Familien langfristig für die Gemeinde zu interessieren.

Auf die Frage, was für die Zukunft von St. Johann Baptist wichtig ist, konnte mit großer Freude beobachtet werden, dass sich auch viele jüngere Gemeindemitglieder beteiligt haben.  Dementsprechend gab es einen Themenblock zu Pfadfindern, Messdienern und weiteren gestalterischen Möglichkeiten für engagierte Jugendliche. Weiterhin wurde das Thema Offenheit und Toleranz, Vielfalt und Entfaltung angesprochen. Es wird gewünscht, nach außen zu gehen und neue Mitbürger für St. Johann Baptist zu begeistern.

Ein dritter Themenbereich hat sich mit dem Bereich Mitbestimmung, mehr Demokratie, neue Angebote beschäftigt. Es wurden auch konkrete Vorschläge gemacht.

Fazit: Wir stehen als Gemeinde auf einem sehr soliden Fundament. Das Gefühl der Heimat, der Freundschaft und der Verbundenheit im Glauben schweißt die Gemeinde zusammen. Es wird die Herausforderung der kommenden Jahre, diese Stärke zu erhalten und weiter auszubauen. Es gibt viele Ideen (siehe Mitmachbörse) und auch potentielles Engagement von unsere jugendlichen Gemeindemitgliedern, unsere Gemeinde aktiv zu gestalten und auch Angebote für neue oder aktuell eher passive Interessenten der Refrather zu entwickeln. Es scheint, dass wir auf eine Gemeinde zählen können, die bereit ist, viel in Eigenverantwortung zu gestalten. Falls dieses Fazit richtig ist, können wir ermutigt in die Zukunft schauen.

Marcus Schäfer

Mitglied des PGR

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