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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 13 Mai 2016 09:45

Aktuelle Informationen KV und PGR informieren

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Am Dienstag, den 10. Mai 2016, fand eine gemeinsame Sitzung von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat statt, die sich ausschließlich mit dem Standort St. Maria Königin befasste.

Nach Würdigung aller Vorschläge zur zukünftigen Nutzung von St. Maria Königin, die der Öffentlichkeit bereits in der Pfarrversammlung am 03. Mai 2016 vorgestellt worden waren, wurde ein gemeinsames Votum von KV und PGR formuliert und von beiden Gremien einstimmig beschlossen. 

Dieses Votum mit erläuterndem Text wird als Anlage zum Profanierungsantrag beim Erzbistum Köln eingereicht.

Der vollständige Text lautet:

Gemeinsames Votum von KV und PGR
zur zukünftigen Nutzung von Standort und Kirchengebäude
St. Maria Königin

Im Oktober 2015 hat Pfr. Winfried Kissel den Antrag auf Profanierung der Kirche St. Maria Königin in Refrath-Frankenforst gestellt. Dieser Antrag wurde unterstützt durch Voten des Kirchenvorstands und des Pfarrgemeinderats unserer Gemeinde St. Johann Baptist Refrath. Beide Gremien haben sich mit großer Mehrheit für die Profanierung ausgesprochen. Das Erzbischöfliche Generalvikariat erwartet als Ergänzung zum Profanierungsantrag ein Votum, was nach der Profanierung mit dem Kirchengebäude und mit dem gesamten Grundstück geschehen soll.

Die Gemeindemitglieder wurden aufgerufen, Ideen für die Zukunft des Standorts und des Kirchengebäudes zu entwickeln und einzureichen. Parallel dazu entstand die Projektgruppe „Zukunft der Kirchenstandorte St. Maria Königin und St. Elisabeth“, bestehend aus jeweils drei Mitgliedern von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sowie interessierten Gemeindemitgliedern. Diese Projektgruppe sammelte die eingehenden Vorschläge und Konzepte  und überprüfte sie nach einem dafür entwickelten Kriterienkatalog.

Am 3. Mai 2016 wurden alle eingegangenen 25 Vorschläge - darunter 15 von Architekturstudenten im Rahmen einer Semesterarbeit angefertigte - öffentlich präsentiert. An die Präsentation schlossen sich eine Diskussion und Fragerunde an, die ebenfalls ausgewertet wurden.

Als Ergebnis des gesamten Prozesses machte die Projektgruppe den Gremien KV und PGR einen Nutzungsvorschlag, der Grundlage des folgenden Votums wurde:

Das Grundstück St. Maria Königin soll nach Wunsch von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat von St. Johann Baptist Refrath auch zukünftig gemäß unserem christlichen und caritativen Auftrag genutzt werden und als Standort der Kirchengemeinde erkennbar bleiben.

Daher befürworten wir ein soziales Wohnprojekt, durch das Wohnraum für kinderreiche Familien, Flüchtlinge, Jugendliche, Menschen mit Behinderung, evtl. auch Mehrgenerationenhäuser und Wohnraum für Senioren sowie Räume für Unterstützung und Betreuung der Bewohner geschaffen werden.

Wichtig sind uns dabei folgende Aspekte:
  • Das Projekt soll Offenheit ausstrahlen; eine Ghettobildung oder eine Abgeschlossenheit nach außen ist konzeptionell und architektonisch zu vermeiden.
  • Angesichts der Historie des Standorts und der direkten Nachbarschaft zum Familienzentrum möchten wir Kinder, Jugendliche und Familien in den Mittelpunkt der Nutzung stellen.
  • Eine Erhaltung des Kirchengebäudes z. B. mit anteiliger Nutzung als Gemeinschaftsraum und weiterer Nutzung als Büros für soziale und caritative Beratungsstellen ist für uns denkbar.
  • Sollte der Erhalt nicht möglich sein, streben wir an Stelle des Kirchengebäudes den Bau eines auch extern (z.B. von der Kita St. Maria Königin oder von der nahe gelegenen Kath. Grundschule) liturgisch nutzbaren Gemeinschaftsraums an."
Weiterhin halten Projektgruppe, KV und PGR die nachfolgenden Punkte für wesentlich:
  • Maria Königin liegt geographisch etwa in der Mitte des Frankenforsts. Eine Neubebauung des großen, teilweise brach liegenden Areals könnte den Standort zum sozialen Zentrum des Frankenforsts aufwerten. Gemeinsam mit dem bestehenden Familienzentrum kann hier ein Modellprojekt für zeitgemäßes caritatives Engagement der Kirche entstehen.
  • Zur Frage der Erhaltung des Kirchengebäudes: Angesichts der ungeklärten Situation in Hinblick auf den Denkmalschutz schlagen wir eine Konzeption vor, die sowohl mit wie auch ohne Kirchengebäude umsetzbar ist.
  • Ob eine Umnutzung des Kirchengebäudes oder der Abriss mit nachfolgender Neubebauung von den der Kirche St. Maria Königin sehr verbundenen Gemeindemitgliedern als schmerzlicher empfunden wird, dürfte individuell verschieden sein. Dieser Aspekt ist bei der weiteren Planung jedoch zu bedenken.
  • Unseren früheren Ansatz, nach Profanierung der Kirche keine Ressourcen der Gemeinde in die zukünftige Nutzung des Areals zu stecken, haben wir teilweise verlassen. Zwar möchte die Gemeinde weiterhin finanzielles Engagement größeren Ausmaßes vermeiden, aber inhaltlich streben wir eine Beteiligung an der Weiterentwicklung an. Wir möchten „mit am Tisch sitzen“ und die zukünftige Nutzung mitgestalten.
  • Um die Planung für das beschriebene Konzept kompetent und zügig vorantreiben zu können, streben wir eine frühzeitige Einbeziehung aller beteiligten Seiten an (u.a. Stadt Bergisch Gladbach/Stadtplanung, Denkmalschutz etc.). Sehr hilfreich dafür wäre die Vergabe eines Planungsbudgets an die Gemeinde durch das Erzbistum. Dieses sehen wir als nächsten notwendigen Schritt an und würden uns über einen Gesprächstermin zu den Möglichkeiten hierzu freuen.

Refrath, den 12. Mai 2016

B. Voll-Peters, Vorsitzende PGR    Pfarrer W. Kissel       E. Plattner Stellv. Vorsitzender KV

Letzte Änderung am Freitag, 13 Mai 2016 12:10
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  • Donnerstag 15-18 Uhr

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BIC: COKSDE33XXX

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