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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 10 Februar 2017 09:18

Gedanken zum Sakrament der Versöhnung

geschrieben von

           Liebe Leserinnen und Leser,

wir kennen alle den alten  Karnevalsschlager „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind“. Auch, wenn wir diesen Schlager mit einem Augenzwinkern singen können, oft höre ich im ernstgemeinten Gespräch die Meinung „Warum soll ich denn zur Beichte gehen? Ich habe doch nichts Schlimmes getan.“ – Das  stimmt auf den ersten Blick vielleicht sogar. Denn wer von uns hat schon einen anderen Menschen umgebracht oder ihn bestohlen? Natürlich versteckt sich hinter dieser Aussage das fehlende Verständnis, warum man einem Priester die Sünden bekennen soll, wenn doch Gott es ist, der Sünden vergibt bzw. die betreffenden Personen alles unter sich regeln könnten.

Andererseits zeugt diese Aussage auch von einem mangelnden Schuldbewusstsein in unseren Beziehungen. Dass es genügend Störungen in den zwischenmenschlichen Beziehungen gibt, erfahre ich tagtäglich: Verwandte, frühere Freunde oder Gemeindemitglieder, die nicht mehr miteinander reden, denen man versucht aus dem Weg zu gehen, mit denen man nichts mehr zu tun haben will oder die gar für den anderen „gestorben“ sind.

Viele Menschen finden selbst keinen Ausweg aus gestörten Beziehungen, die Sprachlosigkeit bleibt Sieger. Oft fällt es schwer, den ersten Schritt wieder aufeinander zu zutun. Versöhnungswille wird nicht selten als Schwäche interpretiert, weil man dem anderen nicht zutraut, einen Konflikt aushalten zu können. Dabei zeugt gerade Versöhnungsbereitschaft außerordentlich von Mut. Setzt sie doch voraus, auch den eigenen Anteil zu sehen und einzugestehen, der zur jeweiligen Situation geführt hat.

Manchmal fehlt uns auch der rechte Augenblick zum Handeln oder die Kraft und Zeit, Versöhnung zu wagen und Vergebung und einen Neuanfang zu schenken. Oder es drückt sich die Angst aus, wieder zum Opfer zu werden, wenn man sich dem anderen erneut öffnet und verletzbar zeigt.

Wie wichtig aber Versöhnung ist, wird im Evangelium an diesem Sonntag deutlich. Jesus weist uns darauf hin, dass all unsere Taten in unseren Gedanken und im Herzen beginnen. So gesehen schleppen viele von uns eine „Mördergrube“ mit sich herum.

Allen Kindern, die an diesem Wochenende im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung das erste Mal das Sakrament der Versöhnung empfangen, wünsche ich, dass sie die frohmachende Botschaft Gottes dieses Sakramentes erfahren: dass Gott einen jeden von uns bedingungslos liebt und immer bereit ist, Vergebung und einen Neuanfang zu schenken, so oft wir ihn ehrlichen Herzens darum bitten.

Ihnen allen einen gesegneten Sonntag!

 

Winfried Kissel, Pfr.

Letzte Änderung am Freitag, 10 Februar 2017 09:22

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