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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 19 Mai 2017 08:49

Die Eigenschaften eines Kaktus

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  Liebe Christinnen und Christen in Refrath und Frankenforst,

im Monat Mai wird Maria als die Maienkönigin gefeiert und mit Blumen, Pflanzen und der aufblühenden Natur in Verbindung gebracht. Was wäre, wenn einmal nicht die Rose, sondern der Kaktus ein Symbol für Christen darstellt und uns so vielleicht einen neuen Blick auf Maria ermöglicht? Kakteen haben sich im Laufe ihrer Entwicklung daran angepasst, dass sie, wenn sie Wasser bekommen, möglichst viel von dieser Feuchtigkeit in sich aufnehmen und speichern. Er ist damit für unser Leben ein perfektes Vorbild: Es gibt immer wieder schöne Momente, in denen wir uns Gott nahe fühlen. Doch solche Momente vergehen leider oft allzu schnell. Wie ein Kaktus sollten wir diese Momente in uns speichern, das würde uns wohl auch Maria vorschlagen, von der es am Ende der Weihnachtsgeschichte heißt: Sie bewahrte alles, was sie gehört hatte, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Es lohnt sich, hierfür mal in Gedanken auf die letzten Tage zurück zu schauen. Wann hatte ich in den vergangenen Tagen solche Momente des Glücks? Welche Sternstunden konnte ich in den vergangenen Tagen erleben?

Dadurch, dass ein Kaktus so aufnahmefähig ist, hält er auch die trockenen Zeiten durch. Er ist von Anfang an darauf eingestellt, dass irgendwann auch mal schlechte Zeiten kommen werden. Und genau dies musste Maria und müssen auch wir immer wieder erleben. Neben den Sternstunden gibt es auch die Dunkelheit, neben der Freude auch immer wieder Enttäuschungen. Niemand lebt sein ganzes Leben in einer heilen Welt. Maria musste mit ansehen, wie ihr Sohn am Kreuz starb, ihr wurde schon zu Beginn seines Lebens angekündigt, dass sie viele Schmerzen erleiden muss. Vielleicht ahnte sie schon lange, was auf sie zukommen würde und stellte sich schon früh darauf ein. Denn der Kaktus macht uns deutlich: Wenn wir auf die schweren Zeiten vorbereitet sind, können wir vielleicht leichter damit umgehen. Wenn wir die Sternstunden, die Nähe Gottes ganz intensiv in uns aufnehmen und speichern, können wir vielleicht auch schwere Zeiten besser durchstehen. Der Kaktus verhindert zwar keine Dürreperioden, aber er kommt darüber hinweg, bis zur nächsten Regenzeit. Schaffen wir das auch?

Zwar kann ein Kaktus sehr dekorativ sein, er kann durchaus auch eine angenehme Oberfläche haben. Aber er „stichelt“ eben auch. Ohne wirklich „aggressiv“ zu sein, wehrt er sich damit gegen die, die ihm an das Gute wollen, das er gespeichert hat. Er braucht diese Stacheln, um standhaft zu bleiben gegenüber den Widrigkeiten seiner Umgebung. Auch hier finden wir einen Blick auf Maria, denn auch sie blieb standhaft gegen alle Widrigkeiten, ohne aggressiv zu sein. Selbst wenn Jesus das Gespräch mit seinen Anhängern der Begegnung mit seiner Familie vorzuziehen scheint, bleibt sie dennoch bis zur Kreuzigung immer an seiner Seite. Maria macht uns vor, was es heißt, standhaft zu bleiben. Eine wichtige Fähigkeit der Kakteen haben wir aber bislang vergessen. Sie können aufnehmen, speichern, bewahren und blühen! Sie blühen nicht immer und ständig, aber hin und wieder schon. Das ist der Sinn dieser ganzen anderen Eigenschaften. Es geht nicht nur ums eigene Überleben, es kommt darauf an, andere daran teilhaben zu lassen, was man an Gutem erlebt und gespeichert hat. Wenn man nur für sich selbst sammeln würde, wäre die Welt eine Wüste, die nur aus dornigen, langweiligen Kakteen bestehen würde. Wenn man aber hin und wieder auch anderen davon erzählt, wenn andere an uns die Begeisterung, die Freude spüren, dann können wir trockene Wüsten in blühende Landschaften verwandeln.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen

Sarah Zimmermann, Pastoralassistentin

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Veronika Carpus
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

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BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

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