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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 02 Februar 2018 16:55

Vill Spaß an dr Freud!

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lachendes KindDie Karnevalszeit kann uns anregen, über die Frage nachzudenken, ob Jesus eigentlich gelacht hat? Nichts davon können wir in der Bibel lesen.

Wir wissen, dass er über 'seine' Stadt Jerusalem geweint hat (vgl. Lk 19,41). Auch vom Zorn Jesu wird bei der Austreibung der Händler aus dem Tempel berichtet (vgl. Joh 2,13-22). Im Garten Getsemani schwitzt er Blut und Wasser vor lauter Angst (vgl. Lk 22,44). Er schreit verzweifelt am Kreuz zu seinem Gott (vgl. Mt 27,46).

Alle möglichen emotionalen Regungen von ihm können wir in der Bibel nachlesen. Nur gelacht hat er nicht! Wirklich? Jesus soll nicht gelacht haben? Ich kann es mir nicht vorstellen. Auf der Hochzeit zu Kana, wo er mit dabei war, ist es sicher nicht bierernst zugegangen. Als er Kinder in seine Arme genommen hat, hat er dies sicher nicht mit griesgrämigem Gesicht getan. Er wollte ja nicht, dass sie weglaufen. Gehört das Lachen nicht zum Menschen dazu?

Aber Jesu Lachen ist tiefgründiger... vielleicht ist deswegen nie vom Lachen, aber viel von Freude die Rede. Wie er Menschen begegnet ist, sie angeschaut hat, so in den Blick genommen, dass der andere nie mehr vergessen hat. Ein Stück vom Himmel auf Erden wollte er bringen, keine kurzlebige Spaß- und Lachgesellschaft. Jesus war ein Mann, der Freude ausgestrahlt hat und anderen geholfen hat, dass sie wieder lachen können. Wir Christen haben deshalb allen Grund zur Freude und zum Lachen, denn wir vertrauen unerschütterlich darauf, dass die Freude und Fülle des Lebens, die ER gebracht hat, bleibt.

Ich wünsche Ihnen und Euch daher im Namen des ganzen Pastoralteams in den kommenden Tagen vill Spaß an dr Freud!

Ihr/Euer Dirk Peters

Letzte Änderung am Freitag, 02 Februar 2018 17:08
Dirk Peters

Dirk Peters ist Schulseelsorger an der Erzbischöflichen Ursulinenschule in Köln und wirkt als Subsidiar in der Gemeinde St. Johann Baptist in Bergisch Gladbach-Refrath.
1964 in Düsseldorf geboren und in Neuss aufgewachsen, studierte Dirk Peters zunächst in Paderborn (1986-90) Religionspädagogik und später in Bamberg (1991-94) und Bonn/ St. Augustin (1994-97) Theologie. Während seiner Zeit in Bamberg konnte Dirk Peters bereits erste Erfahrungen als Religionslehrer sammeln.
Nach seiner Priesterweihe 1999 in Köln wirkte er zunächst als Kaplan in Neubrück (1997-2000), Bensberg und Moitzfeld (2000-2005), bevor er 2005 als Schulseelsorger an die Erzbischöfliche Ursulinenschule in Köln berufen wurde.
Pfr. Peters war einige Zeit Autor bei Einslive und hat zahlreiche Kinderkatechesen für die Predigerzeitschrift "Der Prediger und Katechet".
Weiter ist er er Praxisbegleiter im Rahmen der Priester- und Diakonenausbildung des Erzbistums Köln für das Katechetische Projekt. Der bekennende Israel-Palästina-Fan liest gerne und viel, besucht klassische Konzerte und Lesungen und liebt die Nordsee. In den großen Ferien wirkt er auf den Inseln als Tourismusseelsorger. 

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