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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 17 August 2018 09:29

Was bedeutet "Wandlung"?

geschrieben von

eucharistische Gaben 300Liebe Leserinnen, lieber Leser,

vor einigen Wochen bin ich gefragt worden, ob eine Maus, die eine konsekrierte Hostie aus dem Tabernakel gefressen hat, nun den Leib Christi oder nur eine einfache Oblate gegessen hat. Genauso hätte die Frage auch lauten können, ob ein Mensch, der kein Christ ist und auch nichts von der Konsekration der Hostie weiß, den Leib Christi gegessen hat oder nur eine Oblate.

Sowohl die Maus wie auch dieser Mensch haben nach katholischer Lehre den Leib Christi gegessen, auch, wenn es beiden nicht bewusst war! Einmal gewandelt bleibt für uns Katholiken die Hostie der Leib Christi, deshalb bewahren wir ihn auch im Tabernakel auf. Das gilt unabhängig von der Disposition des Konsumenten.

Was bedeutet es, wenn wir Katholiken davon sprechen, dass Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi gewandelt werden? Der theologische Fachbegriff für Wandlung, nämlich die „Transsubstantiation“, stammt aus der Scholastik und ist heute nicht einfach zu verstehen. Mit „Substanz“ wurde in der Scholastik im Mittelalter das innere Wesen eines Dinges, was das Ding ausmacht, bezeichnet. Wie dieser Gegenstand aussah, welche Form er hat oder aus welchem Material er bestand, waren nach damaliger Auffassung rein äußerliche Merkmale, Akzidenzien, die dem Gegenstand vielleicht sogar nur rein zufällig zukamen.

Übersetzt in Bezug auf die Gaben von Brot und Wein heißt das: Wenn man eine chemische oder physikalische Analyse vor und nach der Wandlung durchführen würde, wäre das Ergebnis gleich. Die Akzidenzien von Brot und Wein, die äußeren Merkmale (oder auch Materialien) haben sich nicht verändert. Allerdings das innere Wesen, die Substanz: Aus den Grundnahrungsmitteln Brot und Wein sind der Leib und das Blut Christi geworden.

Heute würde man vielleicht eher sagen, es gibt verschiedene Wirklichkeiten in manchen Dingen. Der Mensch, der nichts von einer Konsekration der Hostie und von Jesus Christus weiß, würde die Hostie einfach als Oblate beschreiben, die nicht viel Geschmack hat. Ein gläubiger Christ nimmt aber eine ganz andere Wirklichkeit wahr. Er weiß, dass uns Jesus im Abendmahlssaal aufgetragen hat, immer wieder Brot und Wein zu nehmen, den Lobpreis darüber zu sprechen und diese Gaben zum Gedächtnis an ihn als sein Fleisch und Blut zu empfangen. Diesem Christ begegnet Jesus Christus ganz real in den Gaben von Brot und Wein.

Jesus sagt im Evangelium an diesem Sonntag: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben … , der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“ (Joh 6,54ff) Damit das Sakrament seine Wirkung im Menschen entfalten kann, gehört der Glaube dazu, dass ich in den konsekrierten Hostien Jesus wirklich begegne.

Ob die unwissende Maus auch das ewige Leben durch den Verzehr der Hostie erhalten hat, kann ich nicht beantworten! :-)

Ihnen allen einen gesegneten Sonntag und den Familien mit Kindern schöne restliche Sommerferien.

Ihr Pfarrer Winfried Kissel

Letzte Änderung am Dienstag, 25 September 2018 07:45
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