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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 22 Februar 2019 11:03

„Mer fiere ohne Jesetz, ävver mit Hätz!“

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Luftschlangen 300          Liebe Refrather Christen und Jecken,

die Karnevalszeit läuft ihrem Höhepunkt entgegen, den jecken Tagen. Und wie bei uns schon seit 2006 Tradition, findet am heutigen Sonntag unsere „Fastelovendmess op Kölsch“ mit dem Refrather Dreigestirn, der KG för uns Pänz und den Domstädtern statt. „Mer fiere ohne Jesetz, ävver mit Hätz!“ lautet das diesjährige Sessionsmotto und hat uns inspiriert auf humoristische Art über Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Ausführungsbestimmungen ein wenig nachzudenken.

Zurzeit Jesu standen Gebote und Verbote ja ganz hoch im Kurs, sie regelten das Leben der Menschen bis ins kleinste Detail, sodass Jesus den Sinn einer reinen, gesetzestreuen Pflichterfüllung erheblich in Frage stellte. Für ihn steht der Mensch im Mittelpunkt und ein Gesetz, dass nicht dem Leben der Menschen dient, ist letztlich für ihn sinn- und nutzlos. Irgendwie müssen wir da im Nachhinein etwas falsch verstanden haben, denn heute besteht geradezu eine „Regulierungswut“, die in einer Flutwelle von Gesetzen und Vorschriften über uns rollt. So hat die EU beispielsweise eine Verordnung über den Import von Karamellbonbons erlassen. Sie umfasst stolze 25911 Wörter. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung dagegen nur 300 und die 10 Gebote gerade einmal 279 Wörter. Gesetze sind da, um das Leben der Menschen zu ordnen und zu regulieren, nicht um die Menschen zu strangulieren. Diesen Eindruck könnte man übrigens auch vom Codex des katholischen Kirchenrechts haben. Er regelt in 1752 sog. „Canones“ das gesamte kirchliche Leben. Was mir den Codex aber sympathisch macht, ist der letzte, der Canon 1752, denn dort heißt es wörtlich, im Zusammenhang mit der Versetzung von Pfarrern: „Bei Versetzungssachen sind die Vorschriften des can. 1747 anzuwenden, unter Wahrung der kanonischen Billigkeit und das Heil der Seelen vor Augen, das in der Kirche immer das oberste Gesetz sein muss.“

Ein Schelm der glaubt, damit wären alle anderen Canones relativiert…, aber, ich muss gestehen, ich fasse das schon so auf und das ist ja auch absolut jesuanisch oder mit Artikel 9 des Kölner Grundgesetzes gefragt und gesagt: „Wat soll dä Kwatsch?“

Und damit sind wir praktisch wieder beim diesjährigen Sessionsmotto gelandet: „Mer fiere ohne Jesetz, ävver mit Hätz!“

Ich glaube, unser himmlischer Vater hat samt seinem Sohn und dem Heiligen Geist an diesem Motto und einer solchen Gesetzeshaltung echte Freude!

In diesem Sinne, Räfed Alaaf

 

Ihr Pfr. Dirk Peters

Pastoralbüro

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Bernadette Schmitz-Brochhaus
  • Frau Veronika Carpus

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Dienstag und Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

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