Pfarrnachrichten

Download

Datenschutz

Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 19 Juni 2020 13:35

Anhang zu den Pfarrnachrichten vom 21.06.2020

geschrieben von

Liebe Gemeindemitglieder,   Klaviertasten Finger 300

Die Kirchenmusik und Konzertreihen in Refrath haben um Ihre Spende gebeten. Aber ist das nicht ein Luxus: Orchestermessen, Konzerte? Ist es nicht sinnvoller, in diesen Zeiten seine Spende Hilfsbedürftigen zukommen zu lassen? Werden möglicherweise kirchliche Mittel für die Musik „verschwendet“, anstatt sie caritativ einzusetzen? Ist dies nicht eine Selbstdarstellung der Pfarrgemeinde, wo Papst Franziskus sich doch eine „arme Kirche“ wünscht?

Die Konzertreihen in St. Johann Baptist haben sich immer über Sponsoren, den Förderverein Kirchenmusik, Spenden und Eintrittsgelder finanziert. Kirchliche Mittel sind nie geflossen. Die Gelder wurden ausschließlich dafür verwendet, die MusikerInnen, Solisten oder Ensembles zu bezahlen, die in erster Linie ihrer Arbeit nachgehen und eine gerechte Bezahlung verdient haben. Professioneller Musiker zu sein ist ein Berufsstand wie jeder andere auch. Für die musikalische Gestaltung der Liturgie stellt mir die Pfarrgemeinde jährlich ein Budget zu Verfügung als Grundstock. Dieser reicht aus, um die Bläser bei der Fronleichnamsprozession und anteilig eine Orchestermesse zu finanzieren. Beides ist in einem „Haushalt Kirchenmusik“ zusammengefügt. Durch eine geschickte Mischkalkulation aus Überschüssen der Konzertreihen wird die Kirchenmusik in der Liturgie finanziert.

Durch die Coronakrise ist diese Mischkalkulation durcheinandergeraten. In den letzten Monaten fand Nichts statt.

Zuerst möchte ich mal die etwa 200 freiberuflichen MusikerInnen in den Blick nehmen, die in diesem Zeitraum bei uns ihr Engagement gehabt hätten. Die Soloselbständigen und die freiberuflichen MusikerInnen sind in der Coronakrise durchs Raster gefallen. Auftrittsverbot wie auch Unterrichtsverbot. Von heute auf morgen keine Einnahmen. Die NRW-Soforthilfe in Höhe von 2000 € für Künstler bekamen nur wenige, da der Topf schnell leer war. Mit den 9000 € für Betriebskosten können die MusikerInnen nichts anfangen, da sie damit ihre Lebensunterhaltungskosten nicht bestreiten dürfen. Da freiberufliche MusikerInnen gerade nicht zu den Gutverdienern gehören, ist bei einem Berufsverbot die existenzielle Not schnell erreicht.

Es wäre für mich natürlich ein Einfaches gewesen, auch wo jetzt Orchestermessen und Konzerte unter sehr strengen Bedingungen möglich sind, diese weiterhin ausfallen zu lassen, da Eintrittsgelder und Kollekten durch die mögliche begrenzte Besucherzahl sehr niedrig sind und ich nicht weiß, ob unsere Sponsoren aus dem Refrather Einzelhandel ihre Zusagen noch halten können? Aber ist dies gegenüber den MusikerInnen und der „brotlosen“ Kunst moralisch vertretbar? Sollte man aus Demut auf Orchestermessen und Konzerte verzichten? Trifft man damit nicht gerade auch Hilfsbedürftige? MusikerInnen wollen keine „Almosen“, sie möchten wieder ihren Beruf ausüben um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und mit ihrer Musik die Leute berühren. Und ist es doch nicht auch so, dass Musik uns freudig stimmt, Trost spendet, in uns eindringt und unsere Herzen öffnet?

Die brotlose Kunst hat immer von Mäzen gelebt. Und ich bin auch ein bisschen stolz darauf, dass unsere Kirchenmusik in Refrath bislang immer von Sponsoren, Spendern und Konzerteinnahmen gelebt hat. Denn Kunst gibt es nicht zum Nulltarif.

Daher danke ich ganz herzlich allen Sponsoren, dem Förderkreis Kirchenmusik, Gottesdienst- und Konzertbesuchern, sowie besonders den jetzigen SpenderInnen. Durch Ihre Spende unterstützen Sie nicht nur die Kunst oder die Musik, sondern die freiberuflichen MusikerInnen.

Bedanken möchte ich mich aber auch bei all unseren Chorgruppierungen für ihren großen Einsatz. Leider ist es bis jetzt noch nicht absehbar, wann wir wieder proben, eine Messe singen oder gar ein Konzert bestreiten können.

Alle freiberuflichen MusikerInnen freuen sich, zur Ehre Gottes und für unsere Pfarrgemeinde zu musizieren!

Ihr Christophe Knabe

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Veronika Carpus
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung