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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 02 Oktober 2020 13:58

Wie geht es weiter mit dem Weinberg des Herrn?

geschrieben von

Liebe Leserinnen und Leser,     Fragezeichen 300

an dem Seelsorgebereichsforum am 24.09.2020 nahmen neben einzelnen Personen aus unserer Gemeinde, die es im Internet verfolgten, ca. 30 Personen im Gemeindezentrum teil.

Die Verantwortlichen der bistumsweiten Arbeitsgruppen versuchten in ihren Ausführungen ein sehr positives Bild von der neuen geplanten Struktur mit 50-60 Großpfarreien unseres Bistums zu zeichnen. Sie unterschieden dabei zwischen "Pfarrei" und "Gemeinden". So sollen in Bergisch Gladbach alle fünf Seelsorgebereiche zu einer einzigen Pfarrei mit nur noch einem Kirchenvorstand zusammengelegt werden. Die bisherigen Pfarreien können aber als Gemeinden erhalten bleiben. Es können sich auch zusätzliche Gemeinden innerhalb der Pfarrei bilden. Grundvorraussetzung für "Gemeindesein" ist, dass Gläubige zusammen die drei Grundvollzüge liturgia, martyria und diakonia leben, d.h., dass der Glaube in Gottesdiensten gefeiert, in Katechesen und Verkündigung gefördert und weitergegeben wie auch in der Nächstenliebe und Unterstützung Bedürftiger bezeugt wird.

Die Teilnehmer am Seelsorgebereichsforum sahen die Ausführungen mit sehr viel Skepsis, da Vieles sehr schwammig blieb, eingereichte Fragen unbefriedigend beantwortet wurden oder offenblieben. Es erscheint zudem nicht transparent, wer bei welchen Entscheidungen aus welchen Motiven welchen Einfluss nimmt. Viele der Teilnehmer vermissten Überlegungen zur Stärkung der Rolle der Frau in unserer Kirche und in Leitungsaufgaben. Andere kritisierten, dass Gemeinden durch Entzug der Vermögensverwaltung entmündigt und zu Bittstellern beim zukünftig übergeordneten Kirchenvorstand degradiert werden. Dabei sollen doch engagierte Gemeindemitglieder künftig als "Team von Verantwortlichen" die Gemeinden leiten und an der Leitungsaufgabe des Pfarrers teilhaben. Man kann sehr wohl fragen, wo die denn herkommen sollen, wenn man den Engagierten keine echten Kompetenzen gibt. Nicht wenige befürchteten de facto eine noch stärkere Entfremdung der Kirche von unserer Gesellschaft, auch, wenn immer wieder das Gegenteil von den Verantwortlichen der Arbeitsgruppen beschworen wurde.
Vermisst wurde, dass unser Erzbischof Rainer Kardinal Woelki in der Präsentation gar nicht zu Wort kam

Im Anschluss an das Gleichnis Jesus von diesem Sonntag, möchte ich fragen, wie es denn weitergeht mit dem Weinberg des Herrn?
In der biblischen Erzähltradition steht  der Weinberg für das Volk Israel. Es ist Eigentum des Herrn, der seinen Weinberg schützt und fruchtbar sein lässt. Dieser Weinberg hat schon viel erlebt: Goldene Zeiten, Fruchtbarkeit und Wachstum, aber auch Zeiten des Niedergangs, der Zerstörung und Verwüstung. Immer wieder hat Gott sich in der Geschichte um sein Volk bemüht. Er ist ihm nachgegangen, hat es umworben, hat sich seiner erbarmt und es erneuert. Letzlich ist aber jeder Christ dazu berufen, das Evangelium ins Heute zu übersetzen und zu bezeugen und auf diese Weise vor aller Welt Früchte des Glaubens hervorzubringen.

Es bleibt viel kritisch zu hinterfragen, sich einzubringen und mitzugestalten. Ihnen allen einen gesegneten Sonntag!

Ihr Pfr. Winfried Kissel

Nähere Informationen finden Sie hier: Einladung, Videobotschaft, "Die Pfarrei der Zukunft"

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Veronika Carpus
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

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