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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Donnerstag, 22 Oktober 2020 12:39

"Nebengötter"

geschrieben von

Liebe Schwestern und Brüder,   dunkler Himmel 300

im Evangelium nach Matthäus zum 30. Sonntag im Jahreskreis gibt es für mich zwei zentrale Stellen, die alles über unser eigenes Verhältnis als Christen zu Gott und den Nächsten aussagen. "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken!", lautet die erste Stelle. Jesus macht sehr deutlich, wer der Herr ist, nämlich Gott allein. Der Gott des Alten Bundes und des Neuen Bundes.

Und ihn sollen wir mit all unseren Emotionen und Sinnen lieben, ohne Kompromisse und ohne Ausflüchte. Aber wie viel Raum geben wir, als Christen des 21. Jahrhunderts, Gott in unserem Leben? In unserem Glaubensleben? Wie oft begegnen uns heute neue Götter, allein in der Sprache der Berichterstattung? Da hören wir in Sportsendungen auf einmal vom "Fußballgott" oder im Wetterbericht vom "Wettergott". Unser Alltag wird oft nicht mehr vom wahren Gott geprägt, sondern von "Nebengöttern", wie dem Smartphone, diversen sozialen Medien oder auch Menschen, die sich zu "Pseudogöttern" unserer Zeit aufschwingen, um ganze Nationen und Völker emotional oder manipulatorisch zu beherrschen. Diverse Fernsehserien, die zugegeben auch ich interessant finde, fördern auf einmal in unseren Breiten wieder die Faszination für den alten nordischen Götterkult um Odin und Thor. Ich könnte diese Aufzählung endlos weiterführen, aber das Ergebnis ist am Ende das gleiche für mich. Es gibt nur einen Gott, den Vater Jesu, den Schöpfer allen Lebens, der uns barmherzig, gnädig und vor allem liebend begegnet.

Die zweite Kernaussage dieses Evangeliums ist für mich der Satz Jesu: "Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst!" Hier ist alles im Umgang mit unseren Mitmenschen gesagt, aber auch mit uns selbst. Nächstenliebe und Selbstliebe gehen für mich Hand in Hand einher. Ich kann meinen Nächsten nur lieben, wenn ich mich selbst liebe. Damit ist natürlich nicht eine Eigenliebe in Form von Egoismus und Narzissmus gemeint, sondern eine Annahme des eigenen Ichs, mit allen Herausforderungen und Stärken. Oft wird dies aber in unserer Zeit falsch verstanden. Ich kann alles, ich darf mich um jeden Preis selbstverwirklichen. Eine Form des ungesunden Egoismus. Ich muss schön sein, für meine Bilder auf Instagram, auf Facebook, und dafür tue ich alles. Ein Wahn, der aus einem ungesunden Egoismus geboren ist. Wahre Nächstenliebe überfordert die eigene Person nicht. Nicht an Kraft, nicht an Können und nicht im Glauben. Sie fördert ein gesundes miteinander. Sie stärkt für mich ein gutes Selbstbewusstsein, und auch eine gute Beziehung zu Gott.

Ich wünsche Ihnen und Euch, auch im Namen des gesamten Pastoralteams, einen gesegneten Sonntag, sowie einen guten Start in die neue Woche.

Im Gebet verbunden Ihr / Euer

Kaplan Kai Amelung

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Veronika Carpus
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

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