Pfarrnachrichten

Download

Datenschutz

Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 26 Februar 2021 10:34

Hört denn heute niemand mehr auf die Worte Jesu?

geschrieben von

EvangeliumLiebe Schwestern und Brüder,    

"Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!" (Mk 9,7b), so spricht Gott aus der Wolke zu den Aposteln Petrus, Jakobus und Johannes.

Für mich hat dieser Satz aus dem Evangelium zum 2.  Fastensonntag eine zentrale Bedeutung, die durch alle Zeiten gilt. Allein das Wort Jesu zählt, alles was er gesagt und gewirkt hat, ist unumstößlich ein klare Maß- und Zielvorgabe für alle getauften Christen*innen, gleich welcher christlichen Konfession oder Ausrichtung sie angehören, wenn sie denn die reine und wahre Botschaft Jesu als Fundament ihrer Glaubenslehre zugrunde legen.

Jetzt könnte man natürlich mit dem Argument kommen, dass jene Worte, die der Herr vor beinahe 2000 Jahren gesprochen hat, längst in den Weiten des Universums verhallt sind, aber dem ist eben nicht so, denn in den vier großen Evangelien und vielen weiteren Schriften sind diese Worte festgehalten und auch uns heute überliefert. Vielleicht nicht Wort für Wort authentisch, aber im Kern der Aussagen unverändert.

Hört denn heute niemand mehr auf die Worte Jesu, denn er ist ja schließlich der Herr dieser Kirche. Ist es denn gar nicht mehr möglich, einen Dialog auf Augenhöhe, in absoluter Transparenz und auf der Basis der Achtung jener Würde zu führen, die Gott einem jeden Menschen geschenkt hat? Und ist es nicht mehr möglich, aus den Vorfällen der Vergangenheit zu lernen, die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen, irgendwo einen Mittelweg zwischen den Wünschen und Sehnsüchten der Getauften und Gefirmten, sowie dem Möglichen zu finden, ohne dass diese Kirche auseinanderbricht? Wo sind die Kompromissfähigen, die Besonnenen und auch die über den Tellerrand-schauenden in unserer Kirche? Ich sehe auf beiden Seiten der Akteure oft nur noch Beleidigte, Verängstigte, hektisch Agierende, Maximalfordernde und Ungeduldige, die jeden Tag neue Aussagen treffen und Forderungen formulieren, ohne dabei die dauerhaften Konsequenzen zu erkennen. Jedes Unternehmen wäre bei dieser Art von Trauerspiel schon längst vom Markt, oder hätte das Schlechte vom Guten abgespalten. Aber wir sind eben kein Unternehmen, sondern eine Gemeinschaft, eine Kirche. Wir sind nicht RWE, und können einfach die fossilen, unzeitgemäßen Energien in ein neues Unternehmen auslagern, um mit den erneuerbaren, zeitgemäßen Energien zu glänzen. Wir sind keine Bank, die faule Kredite in eine sogenannte "Bad Bank" auslagern kann.

Als Kirche aller Getauften und Gefirmten, als seine Kirche, müssen wir uns der Verantwortung für die Menschen und dieser Welt stellen, auch wenn sie manchmal unbequem ist. Auch dies gilt für beide Seiten des aktuellen Dramas in unserer Kirche.

Die Gebrauchsanweisung dazu haben wir von Gott selbst erhalten: "Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!". Und Jesus hat uns sehr klare Anweisungen mit auf den Weg gegeben. Nutzen wir sie - umsichtig, geschwisterlich und menschenfreundlich im gemeinsamen Umgang, aber konsequent und zukunftsorientiert in der Sache.

In diesen Zeiten tief im Gebet verbunden,

Ihr / Euer Kaplan Kai Amelung

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 März 2021 20:46
Pastoralbüro

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Jessica Nunez Calvo
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung