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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 26 März 2021 09:37

Eine frohe Osterzeit!

geschrieben von

Liebe Schwestern und Brüder,   Abendmahlfeier

auch in diesem Jahr begehen wir die Karwoche und das österliche Triduum ganz anders, als wir es als Christen*innen sonst gewohnt sind. Viele liebgewonnene Bräuche und Traditionen können wir erneut nicht leben und umsetzen, da wir uns immer noch mitten in der Corona-Pandemie befinden.

Die vorösterliche Bußzeit, eine Zeit der Besinnung und des Innehaltens, wurde zum einen durch die Corona-Pandemie, aber auch zum anderen durch die vielen medialen Berichte rund um unser Erzbistum Köln und die Kirche in Deutschland beherrscht. Überall begegneten mir Angst um die Zukunft, aber auch Resignation, Verunsicherung und Wut, gleich, ob es um die Politik in unserem Land in der Corona-Krise oder die Verantwortlichen in unserer Kirche ging. Viele Projekte unserer Kirchengemeinde, aber auch der geschwisterlichen Ökumene mussten in diesen 40 Tagen abgesagt werden, auch wenn wir andere Projekte wie Phoenix aus der Asche entwickelten und umsetzten konnten. Es entstanden kreative Ideen rund um den Familien-messkreis, wie das Projekt "Lebensmittelretter", mit dem wir die Tafel in Bergisch Gladbach unterstützten, die Wechselausstellung mit den vielen "Impulsen zur Fastenzeit" im Foyer des Gemeindezentrums oder die Aktion "Oster-Semmel-Segen", über die sogar der WDR berichtet hat. Schwester Barbara und die Erstkommunionkatecheten*innen, der Ökumenekreis, die Firmkatecheten*innen, die Ministranten*innen, Pfadfinder*innen, die Kirchenmusik um Christophe Knabe, das LIVE-Stream-Team und viele andere mehr aus unserer Kirchengemeinde brachten sich mit viel Kreativität und Engagement dafür ein, dass unser Gemeindeleben nicht zum Erliegen kommt, eben ganz anders irgendwie gut funktioniert.

Wenn wir auf die vor uns liegenden Kar- und Ostertage schauen, so werden wir eine weitere bittere Pille des Verzichtes schlucken müssen! Am Palmsonntag werden wir keine Palmprozession haben, aber dennoch werden wir diesen Tag in besonderer Form begehen. Wir werden die Palmbuschen wie jedes Jahr segnen und verteilen. Zudem wird unser kleines "Marterl", wie man in meiner bayerischen Heimat zu einem Wegekreuz sagt, neu eingesegnet, dass vor einiger Zeit zerstört wurde, und nun in anderer Form wieder seinen Platz auf unserem Kirchplatz gefunden hat. Vielleicht auch ein Symbol dafür, dass es immer weiter geht, dass immer etwas Neues entstehen kann, auch nach Vandalismus und Zerstörung - gleich ob von innen selbst initiiert oder von außen provoziert.

Den Gründonnerstag werden wir in diesem Jahr in St. Johann Baptist feiern, und nicht in St. Elisabeth, wie sonst üblich. Es war für uns im Pastoralteam keine leichte, aber eine rein praktische Entscheidung, denn die Technik für den LIVE-Stream, der es vielen Christen*innen unserer Gemeinde ermöglicht, die Hl. Messe vom Letzten Abendmahl mitzufeiern, ist in St. Johann Baptist installiert. Wir werden der Einsetzung des Sakramentes der Eucharistie, dass für mich immer Quelle und Fundament unseres Glaubens bleiben wird, gemeinsam feiern. Das Allerheiligste wird in das Seitenschiff übertragen, und es wird auch in diesen Zeiten eine Anbetung und Verehrung durch die ganze Nacht hindurch geben.

Auch den Karfreitag werden wir in "fast" gewohnter, aber doch anderer liturgischer Form begehen, indem wir am Vormittag den klassischen Kreuzweg beten, der für mich in diesem Jahr ein wirklich plastisches Mitgehen des Leidensweges unseres Herren darstellt, mit dem Blick auf das Leiden der unzähligen Menschen weltweit unter der Corona-Pandemie, sowie den ganz besonderen Leidensweg unserer Kirche im Erzbistum Köln. Mit Christus dreimal fallen, und dreimal mit ihm aufstehen, dass bekommt in diesen Kontexten eine ganz andere Bedeutung für mich. Schwester Barbara wird eine Karfreitagsliturgie mit den Kindern und Familien feiern, um so auch unsere Zukunftsträger dieser Pfarrei mit hinein zu nehmen in die österlichen Geheimnisse. Um Punkt 15:00 Uhr beginnt die Liturgie vom Leiden und Sterben unseres Herrn, vom Mysterium der unergründlichen Liebe Gottes, von der wir in dieser Zeit als Gesellschaft und Kirche gar nicht genug bekommen können. Wir gehen mit Christus an das Kreuz. Wir hauchen mit ihm den Lebensgeist aus. Wir steigen mit ihm in das Grab hinab, in die Finsternis und Ungewissheit des menschlichen Daseins. Und wie sehr würden wir uns die Worte Jesu am Kreuz in diesen Zeiten gegenseitig zurufen: "Es ist vollbracht!" - Wir haben die Corona-Pandemie überwunden, das Leben geht weiter. "Es ist vollbracht!" - Wir haben all die Krisen, Missstände und Verwundungen in unserer Kirche überwunden, es ist ein wahrhafter Neubeginn am Horizont zu sehen.

Der Karsamstag steht für mich für die Resignation, den Stillstand und die Verzagtheit unserer Tage in Gesellschaft und Kirche. Alles scheint dunkel, glanzlos, freudlos und tot. Der Hauch der Vergänglichkeit hat den Atem des Lebens verdrängt. Doch dann kommt die Osternacht, jene Nacht, die alles Dunkel verdrängt, die uns das Leben und die Freude zurückbringt. Sein Tod war nicht umsonst, sondern das Ende wurde zu jenem Anfang, der nie mehr ein Ende sehen wird. Auch die Liturgien in der Osternacht, in den Ostertagen werden wir erneut anders begehen und feiern, als wir es gewohnt sind. Aber die Kraft des Auferstandenen, dieses unendlich große Zeichen der Liebe Gottes, diese neue Hoffnung für uns - all das hat Bestand durch alle Krisen und Zeiten. Vielleicht können wir gerade durch dieses Mysterium von Tod und Auferstehung in ein neues Leben eintreten, einen Neubeginn wagen, gleich ob als Gesellschaft, als Kirche von Köln oder in unserer Kirchen-gemeinde. Lassen wir zu Ostern 2021 alles Alte, Belastende, Kranke, Trennende und Verwundete hinter uns, und stimmen wir voll Zuversicht und Hoffnung ein, in den alten Osterruf der Christen*innen, der da lautet:

"DER HERR IST AUFERSTANDEN,

ER IST WAHRHAFT AUFERSTANDEN,

HALLELUJA!"

Ihr Kpl. Kai Amelung

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Veronika Carpus
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

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