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Donnerstag, 29 April 2021 15:47

Gott liebt die Menschen

geschrieben von

Liebe Mitchristen,   Herz Holz 300

Paulus ist für mich eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Neuen Testaments. Allein sein Damaskuserlebnis, während dessen sich der, die junge Christenheit verfolgende Saulus, durch die Begegnung mit dem auferstandenen Christus, zum Paulus wandelt, ist für mich ein ganz elementares Beispiel für das Wirken Gottes in der Welt! Genauer gesagt: für Gottes Gnadenwirken! Und diese erlebte Gnade führt dann später in der Paulinischen Theologie dazu, dass der Gedanke von der Gnade Gottes für Paulus zentral wird. Im Laufe der Geschichte wurde dieser Gnadengedanke mehr und mehr verschüttet, ehe Martin Luther ihn, quasi als biblischer Archäologe, wieder freilegte und zum Kerngedanken seiner Reformation (sola gratia) machte. Die katholische Kirche brauchte etwas länger aber in der gemeinsamen Erklärung der Rechtfertigungslehre von 1999 bekannte auch sie, „allein aus Gnade im Glauben an die Heilstat Christi, nicht aufgrund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen“ (Absatz 15).

Gnade ist ja ein Wort, das heutzutage kaum noch benutzt wird. Eventuell hört man mal davon, dass jemand begnadigt wird, also zum Beispiel einen Teil seiner Strafe erlassen bekommt. Es würde dann in etwa Gnade vor Recht geschehen. Dies gibt aber alles, aus meiner Sicht, nicht die wahre Bedeutung von Gnade wieder. Ich würde Gnade so erklären: Gnade ist die Liebe Gottes zu allen Menschen. Gott liebt die Menschen, wie Menschen ihre Kinder lieben. Und Liebe ist immer bedingungslos!!! Natürlich kann auch ich, als irdischer Vater, manches Mal auf meine Kinder stolz sein und ein anderes Mal mich über ihr Verhalten ärgern. Aber all dies verändert nicht meine Liebe, die ich für sie empfinde. „Es gibt so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt“ sagte Kardinal Ratzinger noch bevor er Papst wurde. Der Weg zu Gott ist Jesus und so wie Saulus durch die Begegnung mit Christus zum Paulus wurde, sind auch wir alle eines Tages dazu eingeladen bei Gott unser „Damaskuserlebnis“ zu haben und mit ihm auf die Dinge zu schauen, die in unserem Leben nicht wirklich gelungen waren. Dies wird in gnadenvoller Liebe geschehen, so fern wir es denn wollen, denn unser freier Wille wird auch hier noch sein. Es bestände also die theoretische Möglichkeit, dass der Mensch, im Angesicht von Gottes Gnade, „nicht in Christus bleiben will“ und lieber zu einer verdorrten Rebe werden möchte, die ins Feuer geworfen wird. Ich glaube allerdings, dass die Liebe Gottes so überzeugend ist, dass das Feuer leer ist!

Mit paulinischen Grüßen
Armin Wirth, Gemeindereferent

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