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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Donnerstag, 10 Juni 2021 14:39

Das Sakrament der Versöhnung

geschrieben von

Liebe Leserinnen und Leser,   Haende Bitte 300

an diesem Sonntag wird die erste Gruppe unserer Kommunionkinder zum ersten Mal zur Beichte gehen. Das ist immer eine aufregende Sache – nicht nur für die Kinder.

Wenn ich Erwachsene nach ihren Erfahrungen mit dem Sakrament der Versöhnung frage, kommt eigentlich immer irgendjemand, der als Kind ausgefragt oder unter Druck gesetzt wurde. Ich bin sehr froh, dass ich so etwas in unserer Pfarrei nicht erlebe. Unsere Kommunionkinder sind in der Regel vor der Beichte aufgeregt – aber hinterher froh, oft sehr besinnlich, und manchmal ist deutlich, dass ein Gespräch sogar tiefer gegangen sein muss und befreiend war.

Es geht eben in der Beichte nicht (nur) um die Lossprechung von objektiv schwerer Schuld, sondern vor allem um die Zusage, dass Gott uns liebt – auch wenn wir uns bewusst für das Falsche entschieden haben. Im Grunde sprechen wir mit den Kindern also über Beziehungen: Gott bietet uns seine Liebe und Freundschaft an – wie reagieren wir darauf? Und wie steht es um die Beziehungen, in denen wir sonst leben: zu anderen Menschen, zu unserer gesamten Umwelt, auch zu uns selber?

All diese Beziehungen sind nicht statisch, man muss sich immer wieder darum bemühen, dass sie gelingen und wachsen. Das gilt auch schon für Kinder. Sie wissen oft auch schon ganz genau, was richtig und was falsch ist. Vor allem soziales Verhalten und verantwortungsvoller Umgang mit der Natur sind heute schon in der Kita normale Lernfelder.

Manchmal sehen die Kinder es aber auch noch nicht so klar, dann dient die Beichte der Gewissensbildung. Beispielsweise sind die Fragen „Nehme ich mir Zeit für Gott? Spreche ich mit Gott?“ für viele Kommunionkinder neu. Auch die Frage „Wie gehe ich mit mir selber um?“ ist oft erklärungsbedürftig. Dabei halte ich persönlich diese Fragen für einen Schlüssel zu vielen anderen Themen. Gehe ich achtsam mit meinen Bedürfnissen und Begabungen um? Oder tue ich Dinge, die mir nicht guttun? Wenn ich mich selber geringschätze, wie soll ich dann anderen mit Wertschätzung begegnen? Mir haben diese Fragen bei meiner eigenen Beichtvorbereitung inzwischen schon oft geholfen.

Wenn die Kinder jetzt dieses Sakrament empfangen – und in der Woche danach dann die heilige Kommunion, dann feiern wir das, als hätten wir ein Ziel erreicht. Dabei haben wir damit eigentlich nur den Samen gesät, aus dem noch etwas wachsen soll. Wir wissen nicht, ob der Samen aufgehen wird – so wie es diese Woche im Evangelium heißt. Er wächst, ohne dass wir wissen wie.

Mit herzlichen Grüßen, Ihre Schwester Barbara

Letzte Änderung am Dienstag, 29 Juni 2021 11:41

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Veronika Carpus
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

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