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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Donnerstag, 30 September 2021 14:58

Von Erntedank und biblischen Idealen

geschrieben von

Liebe Leserinnen und Leser,   Erntedank

an diesem Wochenende feiern wir Erntedank. Ein schönes Fest: bunt und fröhlich und kinderleicht zu verstehen! Das Thema „Ernte“ kann sogar ein Einstieg sein: selbst Kinder, die noch nicht viel von Gott gehört haben, kommen darüber schnell auf die fundamentalen Fragen: Wir säen, pflegen und ernten, aber wir können weder die Sonne scheinen noch das Korn wachsen lassen. Und überhaupt: wo ist der Anfang dieses Kreislaufs, dem wir unsere Existenz verdanken?

In der Bibel heißt es, Gott erschuf die Welt aus dem Nichts. Plötzlich war da was, wo vorher nicht einmal Licht und Finsternis waren. Die Wissenschaftler nennen das Urknall, ich finde die Poesie der Bibel irgendwie schöner.

Wie dem auch sei: mit der Schöpfungsgeschichte beschreibt die Bibel nicht (naturwissenschaftlich) wie es war, sondern sie macht eine (theologische) Aussage: Gott hat die Welt geschaffen, deshalb ist alles darin seinem Ursprung nach gut.

Das ist ein Ideal, in der Realität oft schwer zu glauben. Aber mit diesem Glauben kann nichts und niemandem der gute Kern abgesprochen werden. Gott liebt jeden und jede von uns. Wenn ich das ernst nehme, wird sich das auch auf meine Umwelt auswirken: dann werde ich in jedem Menschen den göttlichen Funken erkennen oder zumindest suchen.

Eine ähnlich idealistische Aussage macht die Bibel auch speziell in Bezug auf die Erschaffung des Menschen, wir hören an diesem Sonntag im Evangelium davon: Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, „darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und die zwei werden ein Fleisch sein“. Jesus leitet von dieser Darstellung die Unauflöslichkeit der Ehe ab: „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“.

Nun ist ohne Zweifel, dass Männer ihre Elternhäuser verlassen, um sich eine Frau zu suchen. Aber dass sie dabei zwangsläufig eine lebenslange und monogame Beziehung anstreben, gehört wohl eher zum biblischen Ideal als zur irdischen Realität. Es ist ein großes Glück, wenn ein Paar tatsächlich dieses Ideal verwirklichen kann. Und wenn es nicht gelingt?

Jesus sagt: „Nur weil ihr so hartherzig seid, ist euch die Scheidung erlaubt.“ Doch was unsere Kirche daraus gemacht hat – ist das nicht auch oft hartherzig? Ist es wirklich das, was Jesus gemeint hat und was uns dem Ideal näher bringt?

Mit zweifelnden Grüßen

Sr. Barbara

Letzte Änderung am Montag, 04 Oktober 2021 13:18

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