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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Donnerstag, 05 Mai 2022 12:13

"Veraltete Kirchenbilder"?

geschrieben von

Liebe Schwestern und Brüder,   Schaf

"Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir!", so steht es im Evangelium nach Johannes zum 4. Sonntag der Osterzeit. Vielleicht hätte ich diesem Kirchenbild noch vor 20, 25 Jahren zugestimmt, aber heute scheint es mir wie aus der Zeit gefallen. Vielleicht wird hier ein Kirchenbild in unsere Zeit übertragen und den Menschen vermittelt, dass in der Realität nicht mehr standhält, standhalten kann und standhalten darf. Und ich füge hinzu: "Gott sei Dank!"

Wenn wir den Hirten mit den Priestern oder den Seelsorgenden gleichsetzen, so ist es ein anzuerkennender Fakt, dass es diese Autorität nicht mehr gibt, die Menschen dazu veranlasste, wie eine Herde von Schafen ohne eigene Gedanken und einen freien Willen blind nachzufolgen, gleich wohin der Weg führt. Die Stimme der Hirten / Seelsorgenden ist den Menschen fremd geworden, wie auch die Hirten / Seelsorgenden selbst, denn es gibt immer weniger von ihnen in immer größer werdenden pastoralen Räumen. Das Bild des guten Hirten, der mitten unter seinen Schafen lebt und vor all den Widrigkeiten des Lebens schützt, gibt es in unseren Breitengraden kaum noch. Und dieses Bild wird sich weiter verändern und verändern müssen, denn die Herde wird mehr und mehr autonomer, freier und sich spirituell selbstversorgender, ob dies nun in unser eigenes Kirchenbild passt oder nicht.

Auch die Herde selbst verändert sich zunehmend, denn sie wird kleiner und zerstreut sich mehr und mehr, vielleicht auch unter den entrückten, gleichgültigen und resignierten Blicken der Hirten / Seelsorgenden. Es ist eine Distanz zwischen der Herde und den Hirten / Seelsorgenden entstanden. Ein Teil der Herde hat schon das Weite gesucht, ein anderer Teil klammert sich an Traditionen oder progressiven Zukunftsforderungen fest, aber der große Rest steht in Schockstarre und Verwirrung einfach nur auf der Weide herum.

Haben wir mehr Mut unser Kirchenbild zu verändern, gleich ob als Herde / Schafe oder Hirten / Seelsorgende. Lernen wir neu auf den einzigen und wahren Hirten zu schauen, der wirklich nur das Gute für seine Herde will, die aus seinen Schwestern, Brüdern, Freunden und Freundinnen besteht. Jesus Christus ist für mich der wahre und unumstößlich einzige Hirte dieser Kirche. Er ist für mich dieser gute Hirte, auch in Zeiten der Herausforderungen und Neuorientierung. Ihm dürfen wir vertrauen. Dazu benötigen wir alle viel neuen Mut und ein offenes Herz.

Ich wünsche Ihnen und Euch, auch im Namen des gesamten Pastoralteams, einen gesegneten 4. Ostersonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Ihr / Euer Kaplan Kai Amelung

Letzte Änderung am Montag, 09 Mai 2022 17:23
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