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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Donnerstag, 18 August 2022 12:20

Enge Tür

geschrieben von

door 1587863 960 720Liebe Mitchristen,   

ich bin davon überzeugt, dass die Bibel „Gotteswort in Menschenwort“ ist. Aber was bedeutet das? Die Bibel ist ein Buch das nach und nach entstanden ist. Einige Texte des Alten Testaments sind bis zu 3000 Jahre alt, während die jüngsten Texte des Neuen Testaments noch keine 2000 Jahre alt sind. Also eine Zeitspanne von über 1000 Jahren. – Anders als der Koran, bei dem gläubige Muslime sagen, dass dieser, so wie er auch heute noch existiert, wörtlich von Gott dem Propheten Mohammed offenbart wurde, sind sich die meisten Christen heute darüber bewusst, dass die Bibel eben nicht „in einem Rutsch“ dem Menschen offenbart wurde. Die Bibel ist gewachsen, sie ist entstanden. Allerdings nicht wie ein erfundener Roman, sondern immer wieder Bezug nehmend auf Gottes Wirken in der Welt, in seiner Schöpfung, in und mit den Menschen. Gott schließt immer wieder Bünde mit den Menschen. Der Neue Bund ist dann der, den Gott durch und in Jesus Christus mit uns schließt. All dies versuchten Menschen in Worte zu fassen und niederzuschreiben, manchmal ganz sachlich, manchmal sehr poetisch, immer eine Zielgruppe vor Augen, immer in einem sozialen Gefüge und zu einer bestimmten Zeit lebend. Hierzu wurden oft, ganz und gar jesuanisch, Wort-Bilder benutzt. Jesus tat dies zum Beispiel in seinen Gleichnissen. Gleichzeitig ist es immer wieder gefährlich, einzelne Sätze oder Kapitel aus dem Gesamtzusammenhang zu lösen und hierdurch sogar zu verdrehen. Hier braucht es immer wieder die Einbettung in das große Ganze!

Im Sonntagsevangelium, welches von Lukas geschrieben wurde, wird von der „engen Tür“ gesprochen. Durch sie scheint man hindurch kommen zu müssen „um gerettet“ zu werden. Und da es zunächst nicht allen gelingen will, durch die enge Tür zu kommen, wird es „Heulen und Zähneknirschen“ geben. „Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.“ – Aber selbst, wenn man der Letzte in einer langen Schlange ist, bedeutet dies nicht, dass man nicht doch durch die enge Tür wird gehen können. Und selbst wenn die Tür verschlossen ist, bedeutet dies nicht, dass sie nicht wieder aufgeschlossen werden kann. Und selbst wenn sie eng ist, bedeutet dies nicht, dass Gott sie nicht weit machen kann. Denn wie schreibt Lukas, also derselbe Verfasser, im ersten Kapitel Vers 37 seines Evangeliums: „für Gott ist nichts unmöglich“ – Gleichzeitig weiß ich darum, wie ungern Menschen in einer Schlange stehen und von daher macht es sicher Sinn, sein eigenes Verhalten tagtäglich zu hinterfragen und notfalls „umzukehren“. Aber dies ist ein anderes Thema.  

Mit bildlichen Grüßen, 

Armin Wirth, GR.

Letzte Änderung am Freitag, 19 August 2022 10:01
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