Pfarrnachrichten

Download

Datenschutz

Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Donnerstag, 01 September 2022 12:00

Prioritäten

geschrieben von

Liebe Leserinnen und Leser!   prioritaet

„Man muss Prioritäten setzen!“

Das war mal ein beliebtes Schlagwort, auch eine Umschreibung für „Ich muss Dir leider absagen, denn etwas anderes ist mir gerade wichtiger.“ In dieser Verlegenheitsform war es manchmal etwas abgegriffen, aber es stimmt schon:

„Man muss Prioritäten setzen!“

Sonst verzettelt man sich leicht. Wenn alles gleich wichtig ist, ist irgendwie nichts wirklich von Bedeutung. Insofern ist dieser Satz nicht nur für Selbstoptimierer sinnvoll, sondern ein praktischer Tipp für das ganz normale Leben. Ganz konkret heißt das: wie wichtig sind mir Familie, Freunde, Selfcare, Ehrenamt, Arbeit, Hobby…?

„Man muss Prioritäten setzen!“

Das gilt auch im Glauben. An diesem Sonntag hören wir im Evangelium, wie Jesus es von seinen Jüngern verlangt. Und er gibt die Prioritäten auch ganz klar vor: Zuerst kommt Jesus, dann lange nichts, und dann – vielleicht – Familie, Besitz und das eigene Leben. Wer das anders sieht, braucht gar nicht erst mitzukommen. Es ist ein ziemlich… schwieriger Text.

Jesus erklärt dann an zwei Bildern, dass man sich in das Abenteuer der Nachfolge nicht blind hineinstürzen soll. Zum Schluss bekräftigt er noch einmal: „Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ Das klingt ziemlich erschreckend. Wie soll das gehen?

Es war nicht genau diese, aber eine ähnlich extreme Stelle, die mich vor vielen Jahren meine Ordensberufung erkennen ließ. Und so ist sie wohl auch gemeint: als Ruf an einige (wenige?), die „Jünger“ werden wollen. Sie werden ermahnt, nicht voreilig zu sein, sondern sich auf die Sache Jesu radikal, aber mit Bedacht einzulassen.

Und die „große Volksmenge“, zu der Jesus spricht? Die Mütter mit ihren Kindern? Die streitbaren Theologen? Die vielen Menschen, die von ihm Hilfe erhoffen, weil sie krank sind oder von Schuld bedrückt? Und nicht zuletzt die vielen Neugierigen, die einfach mal schauen wollen und sich dann von seiner Predigt faszinieren lassen? Ja, sie setzen andere Prioritäten. Die Sorge für und um die Kinder und die kranken Eltern ist wichtig! Deshalb sind auch die Arbeit und der Besitz wichtig – und noch so manches andere.

Das heißt aber nicht, dass Jesus unwichtig wäre! Sie alle sind in seine Nachfolge gerufen, und wenn sie keine Jünger werden, so folgen sie ihm jeweils in ihrer eigenen Art.

Mit herzlichem Gruß 

Sr. Barbara

Letzte Änderung am Samstag, 10 September 2022 21:28
Pastoralbüro

Für Sie da:

  • Frau Claudia Wurdel
  • Frau Jessica Nunez Calvo
  • Frau Yvonne Werheid

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag 9-11.30 Uhr
  • Donnerstag 15-18 Uhr

Die Bankverbindung der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist lautet:

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE24 3705 0299 0313 0004 54
BIC: COKSDE33XXX

Eine Spendenbescheinigung z.B. über Ihre Beiträge zu Adveniat- oder Misereor-Kollekten wird auf Wunsch ausgestellt.

 

Mehr in dieser Kategorie: « Alles hat seine Zeit Mut machen! »
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung