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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Donnerstag, 06 Oktober 2022 12:38

"Danke"

geschrieben von

Liebe Gemeinde,   Gänseblümchen

vermutlich kommt Ihnen -wie mir-die folgende Redewendung häufig über die Lippen: „Gott sei Dank…“ und dieses geht so schnell, ohne damit wirklich ein gläubiges Bekenntnis abzugeben. Persönlich scheinen mir manchmal auch die Worte des sog. Dialogs zur Präfation: „Lasset uns danken dem Herrn, unserem Gott…“ oft routinemäßig. Haben wir Gott gegenüber wirklich etwas zu verdanken? Ist es wirklich eine Priorität für mich, Gott zu danken? Vielleicht schauen wir auf das, was uns fehlt, und wir können nicht sehen, was wir eigentlich alles haben? Vielleicht schauen wir auf das, was bei den anderen gelungen ist, was sie mehr haben als wir und sehen nicht diejenigen, die mit weniger auskommen, sich dabei aber dankbar wissen. Vielleicht beneiden mich einige, während ich auch auf andere neidisch schaue…Unsere Antwort auf Gottes unendliche Liebe sollte in einer Danksagung gipfeln, wie die drei Texte des 28. Sonntags im Jahreskreis C zeigen:

Naaman kehrte zum Propheten Elischa zurück, um Gott zu danken. Das ganze Leben des heiligen Paulus war eine Danksagung, weil er sogar im Gefängnis feststellte, dass das Wort Gottes Frucht bringt. Und im Evangelium sehen wir, wie der aussätzige Samariter sich zu Füßen Jesu niederwirft: Er erkennt in ihm den Ursprung seiner Heilung. Dieser hat mehr als die neuen anderen Geheilten. Er begnügt sich nicht mit der Gabe, er sucht den Geber, er hat erkannt, dass das Geheimnis des Lebens nicht in der Heilung liegt, sondern im Heiler, in der Begegnung mit dem Wunder eines Gottes, der seine Füße in den Schlamm unserer Straßen taucht und der seine Augen auf unsere Wunden richtet.

Nun, „die Herrlichkeit Gottes ist der lebendige Mensch“ (St. Irenaeus). Und wer ist lebendiger als dieser kleine Mann aus Samaria? Er, der doppelt Ausgeschlossene, der geheilt zu Jesus zurückkehrt, um mit ihm die „Eucharistie“(Danksagung) zu feiern! Dies will er nicht auf Morgen, immer wieder auf Morgen verschieben. Er war nicht zu schüchtern, um allein zu Jesus zu gehen, weil niemand mit ihm ging. Er hat nicht befürchtet, Jesus könnte von ihm verlangen, ihm nachzufolgen. Es genügt ihm nicht, zu seinen Eltern, zu seiner Familie zurückzukehren, von dieser unerwarteten Flut des Lebens überwältigt zu sein. Er will zu der Quelle zurückkehren, aus der die Flut entsprungen ist. Eine Sache ist, geheilt zu werden, eine andere, gerettet zu werden. Bei der Heilung schließen sich die Wunden, aber bei der Erlösung öffnet sich die Quelle, du gehst in Gott ein und Gott geht in dich ein, in Fülle. Die neun Geheilten finden Gesundheit; der Gerettete findet den Gott, der den Aussätzigen eine Frühlingshaut schenkt, der das Leben in all seinen Formen erblühen lässt und dessen Herrlichkeit der lebendige Mensch ist.

Während des gesamten Rosenkranzmonats von Oktober blicken wir auf die Jungfrau Maria. Im Magnificat dankt sie dem Herrn nicht nur für das, was er in ihr getan hat, sondern auch für sein Wirken in der Heilsgeschichte. Jedes Mal wenn wir die Eucharistie feiern, schließen wir uns dieser Danksagung Marias an und bitten sie, uns die Gnade zu erwirken, immer „Danke“ zu sagen. 

Wie soll ich dem Herrn vergelten, all das Gute, das er mir getan hat?

Ich werde den Kelch des Heils erheben,

ich werde den Namen des Herrn anrufen.

Ich will ihm das Dankopfer darbringen,

ich werde den Namen des Herrn anrufen.

Ich werde gegenüber dem Herrn meine Versprechen halten,

ja, vor seinem ganzen Volk…“(Ps 115).

Einen gesegneten Sonntag wünscht,

Ihr/Euer     Egide Gatali

Letzte Änderung am Samstag, 08 Oktober 2022 13:07
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