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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 28 November 2014 19:03

Weit weg ist näher, als du denkst!

geschrieben von Martin Sahler

"Flüchtlinge sind eine Chance", so hat es Rainer Kardinal Wölki erst unlängst in einem Zeitungsinterview gesagt und er ist bereit, kirchliche Räume für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Denn die Flüchtlingszahlen steigen weiter. Bis Ende September 2014 haben bereits 60% mehr Flüchtlinge in Deutschland um Aufnahme ersucht als im Jahr 2013. 2014 werden es mehr als 200.000 Flüchtlinge sein. Daher meinen aber auch andere Stimmen, warnen zu müssen, so z.B. der Bundesinnenminister: "Deutschland hat die Hauptlast der Flüchtlinge in Europa zu tragen, Deutschland ist am Ende seiner Aufnahmekapazität."

Tatsächlich hat Deutschland im letzten Jahr die meisten Flüchtlinge im westlichen Europa aufgenommen. Deutschland ist aber auch das wirtschaftlich stärkste Land in der EU. An der Einwohnerzahl gemessen nehmen jedoch Schweden, die Niederlande, Zypern und Malta weit mehr Flüchtlinge auf. So ist Deutschland bestimmt nicht überfordert. Und in Refrath sind Flüchtlinge noch gar nicht angekommen.

In Zukunft sollen Flüchtlinge auch in Refrath willkommen sein. Dies muss dann menschenwürdig geschehen, nicht mit 4 Personen in engen Zimmern, Menschen die sich noch nie gesehen haben oder sich gegenseitig nicht riechen können. Flüchtlingsunterbringung sollte so erfolgen, wie wir es uns in größter Not auch wünschen würden. Und so gibt es allerorten durchaus viel Sympathie für eine Willkommenskultur für Flüchtlinge, und Ehrenamtliche helfen mit, das Leben dieser Menschen so gut wie möglich mitzugestalten. Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe ist nie einseitig. Ähnlich viel wie man für Flüchtlinge investiert, erhält man auch zurück.

Flüchtlinge benötigen unsere Hilfe bei der Integration, beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Behördengängen oder bei Spiel- und Lernangeboten für Kinder. Kontakte zu Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien lassen uns tiefe Einblicke in andere Kulturen, einen anderen Umgang mit dem Leben erfahren und lassen uns an Schicksalen und dem Kampf ums Überleben teilhaben. Die weite Welt rückt nahe an uns ran. Dankbarkeit der Flüchtlinge macht auch glücklich.

Wenn die ersten Flüchtlinge in Refrath leben, lassen wir sie willkommen sein, denn Flüchtlinge sind eine Chance für christliches Handeln in der Pfarrgemeinde. Wenn es soweit ist, möchte der Pfarr-Caritaskreis in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Rhein-Berg Hilfen in Refrath anbieten. Wir werden dann rechtzeitig darüber informieren, wann und wo wir als Refrather Christen helfen und unterstützen können.

Martin Sahler


 Über die Caritas-Kampagne "Weit weg ist näher, als du denkst"

Letzte Änderung am Sonntag, 20 März 2016 01:48
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