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Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Schwester Barbara

Schwester Barbara

Hand Quelle Liebe Leserinnen und Leser,

ehrlich gesagt: allmählich nervt mich das Corona-Virus. Inzwischen ist es sozusagen allgegenwärtig, und sogar, wenn ich mit ganz anderen Dingen beschäftigt bin, drängt es sich plötzlich in meine Gedanken. Zum Beispiel das Evangelium dieses Sonntags: Da begegnet Jesus der Frau am Jakobsbrunnen und bittet sie um etwas Wasser. Und dann entsteht ein langer Dialog von wunderbarer theologischer Tiefe – alles aus der einfachen Bitte: „Gib mir zu trinken.“ Und ich? Ich denke: „Ist das unhygienisch! Er hat doch kein eigenes Schöpfgefäß!“

Salzschale Liebe Leserinnen und Leser,
in der letzten Woche waren nicht nur die kirchlichen Medien voller Berichte und Kommentare über die erste Vollversammlung des synodalen Weges in Frankfurt.
230 Teilnehmer wurden von 150 Pressevertretern beobachtet: offenbar werden enorme Erwartungen in diesen Weg gesetzt.

Die Erwartungen des einen sind die Befürchtungen des anderen. Und während manche stöhnen, wir seien

wachsamLiebe Leserinnen und Leser,
neulich sagte mir jemand: „Bei euch in Refrath ist die Welt noch in Ordnung!“ Zuerst fand ich das komisch, aber dann habe ich mich erinnert, dass das auch mein Eindruck war, als ich vor gut zwei Jahren hierher versetzt worden bin.
Natürlich habe ich inzwischen allerlei entdeckt, was man besser machen könnte oder vielleicht sogar dringend ändern müsste. Aber ich bleibe dabei: von Vielem, was es bei uns gibt, träumen andere Pfarreien nur.

Hl. drei Könige, Krippe St. Johann BaptistLiebe Leserinnen und Leser,
weiterhin rufen Gemeindemitglieder im Pastoralbüro an, um den Segensaufkleber der Sternsinger zu bekommen (Ja, es gibt sie noch, aber nicht mehr lange) und um Spenden abzugeben. Dadurch ist die gemeinsam erreichte Summe noch einmal gestiegen.

Ich bin von dieser Großzügigkeit der Refrather ganz begeistert, allerdings finde ich etwas anderes noch wichtiger als das Geld:

Johannes der Täufer, Alte Kirche, RefrathLiebe Leserinnen und Leser,

vor einiger Zeit habe ich in einer Fernsehdiskussion einen Prominenten gesehen, den ich sehr schätze, und sagte spontan zu meinen Schwestern: „Der ist so toll, den würde ich gerne mal persönlich treffen!“ Die erstaunliche Gegenfrage war: „Und was würdest du ihm dann sagen?“

Prominenz ist etwas Merkwürdiges: die Leute scharen sich um einen Menschen, der in irgendeiner Weise hervorsticht. Sie sind fasziniert und suchen seine Nähe – ohne ihm wirklich nahe zu kommen.

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