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„De janze Welt am lamentiere - ävver Räfed is am fiere“

Mess op Kölsch 2026
Datum:
5. Feb. 2026
Von:
Dirk Peters, Pfr.

Liebe Refrather Christen und Fastelovendsjecke,

in der Bibel hat das Lamentieren seinen festen Ort. Die Psalmen geben der Klage Raum vor Gott.
Hiob schreit sein Leid hinaus in eine zerbrochene Welt. Auch Jeremia weint über Gewalt und Verfall. Klage ist kein Mangel an Glauben. Sie ist Ausdruck ehrlicher Gottesbeziehung.

Heute lamentieren viele über Krieg und Krisen. Über Klimasorgen, soziale Spaltung und Zukunftsangst. Über Überforderung, Einsamkeit und Verlust an Vertrauen.

Das Lamentieren sammelt reale Schmerzen.
Doch die Bibel bleibt nicht bei der Klage stehen.
Immer wieder öffnet sich der Blick auf Hoffnung. Gott hört die Klage und verwandelt sie.
Nicht durch Verdrängen, sondern durch Nähe. Christliche Lebenshaltung heißt: klagen dürfen und hoffen lernen. Mitten im Ernst das Leben feiern. Genau hier setzt das diesjährige Karnevalsmotto in Refrath an. Die Welt mag am Lamentieren sein, ävver Räfed is am fiere und das nicht, weil die Karnevalisten Realitätsleugner wären oder die Sorgen wegschunkeln, sei es auch nur für einen Augenblick, sondern aus einem tiefen Vertrauen heraus, dass das Leben es zunächst einmal gut mit uns meint und aus der Erfahrung der Gemeinschaft heraus, die viel Negatives solidarisch zu überwinden vermag. „De janze Welt am lamentiere - ävver Räfed is am fiere“ ist in diesem Sinne das beste Resilienz-Rezept. 

Feiern als Widerstand gegen die Hoffnungslosigkeit! 

Wenn Sie mögen, feiern Sie gerne mit, denn die diesjährige Fastelovendmess am 08.02., die musikalisch erneut durch die Domstädter und zwei bekannte Solisten begleitet wird, feiert zusammen mit dem Dreigestirn 2026 das Leben und die Freude, die aus einem Glauben an einen Gott erwächst, der uns Leben in Fülle verheißt.

 

Dirk Peters (jecker Imi-Pastor aus Nordfriesland😊)