Tun

Liebe Mitchristen,
Jesus versuchte immer wieder Menschen im Hier und Jetzt davon zu überzeugen, ihr Leben „gut“ zu leben. So taucht in den Seligpreisungen (der Bergpredigt), die im heutigen Evangelium verkündigt werden, zum Beispiel zweimal das Wort „Gerechtigkeit“ auf. Es geht Jesus um Gerechtigkeit im Hier und Jetzt. Um Gerechtigkeit im zwischenmenschlichen Tun, im Bezug auf de Schöpfung, im Bezug auf alles. Gerechtigkeit kann gelebt werden durch Barmherzigkeit, dadurch, dass Trauernde getröstet werden, dadurch, dass Frieden gestiftet wird und dadurch, dass man keine Gewalt anwendet.
„Alles Private ist auch Politisch“, ein alter Slogan aus den 70er Jahren. An ihm ist vieles richtig, zumal wenn man Politik definiert als „Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens/des Zusammenlebens von Menschen und ihrer sozialen Umfelder“. Mein Einkaufszettel/Kassenbon ist dann hoch politisch und gibt mir viel Einfluss auf Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, … Meine Art der Fortbewegung, meine Art der Interaktion mit meiner Umwelt (Mensch und Schöpfung), „mein Fußabdruck“ im Leben. All dies ist privat und gleichzeitig politisch.
Als Christ leben heißt eben vor allem „Tun“ und erst an zweiter Stelle „darüber sprechen“. In einem Lied der Musikgruppe die Ärzte (sicherlich keine christliche Musikgruppe im klassischen Sinne) heißt es: „es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Aber es wäre Deine Schuld, wenn sie so bleibt.“
Wir können/sollen/müssen tun! Jeden Tag aufs Neue! – Im Anschluss an unsere beiden Sonntagsmessen tun zum Beispiel unsere diesjährigen Firmanden etwas. Sie haben Muffins gebacken und Suppen gekocht. Herzliche Einladung ins Gemeindezentrum zu kommen und etwas zu essen! Die Firmanden sammeln bei dieser Aktion wieder Spenden für ein von ihnen bestimmtes soziales Projekt.
Mit politischen Grüßen,
Armin Wirth, GR.