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Dreifaltigkeit

Dreifaltigkeit
Datum:
28. Mai 2026
Von:
Winfried Kissel, Pfr.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

an diesem Sonntag feiern wir das Hochfest „Dreifaltigkeit“. Als Christen glauben wir wie Juden und Muslime an einen einzigen Gott, der sich uns aber in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat.

Der Begriff „Person“ erschwert es heute vielen Menschen, sich zu einem solchen Glauben zu bekennen. Der Begriff „Person“ hat sich in all den Jahrhunderten geändert. Verstehen wir heute eine Person als eigenständiges Wesen gerade in der Abgrenzung zu anderen, d.h. darin wodurch sie sich vom anderen unterscheidet, so beschrieb der Begriff früher, wie Menschen in Beziehung standen. Die einzelne Person wurde als Teil eines Größeren verstanden.

Gott hat das ganze All, die Gestirne, alle Lebewesen und den Menschen geschaffen. Er hat aber nicht nur alles ins Leben gerufen, sondern an diesem Leben teilgenommen. Er blieb nicht der stille Beobachter im Hintergrund, sondern ist selber Mensch in Jesus von Nazareth geworden. Nur deshalb können wir als Christen überhaupt davon reden, wie Gott zu uns Menschen ist. Und Gott will auf ewig mit uns Gemeinschaft haben. 

In seinen Gleichnissen und in seinem Leben bezeugt Jesus seine lebendige Beziehung zum Vater im Himmel, in die Jesus alle, die zu ihm gehören, kraft des Geistes hineinnehmen will. 

Das Geheimnis des dreifaltigen Gottes ist unendlich groß, trotzdem können wir seine Spuren in unserem Leben finden. Es ist nicht begreifbar, aber erlebbar, indem wir mit Liebe und Vertrauen auf Gott in unserem Leben setzen. So kann Gott durch den Geist in uns und unseren Beziehungen wirken.

Gott wirkt in unserem Leben auf vielfältige Weise. ER ist der Vater, der an uns glaubt und Ursprung und Ziel unseres Lebens ist. ER ist der Sohn, der uns das Wesen Gottes offenbart hat und uns so den Weg zu Gott und den Menschen gezeigt hat. ER ist der Heilige Geist, die Liebe, die uns mit ihm und untereinander verbindet. Kraft des Geistes schenkt Gott uns irdischen Menschen schon Anteil an seinem göttlichen Leben.

Keinen Tag leben wir ohne dieses beständige Wirken Gottes in unserer Welt.

Ich wünsche uns allen, dass wir uns immer mehr mit unserem Leben in das Geheimnis der Dreifaltigkeit hineinnehmen lassen.

Ihnen allen einen gesegneten Dreifaltigkeitssonntag!

Ihr Winfried Kissel, Pfr.