Glaube, Hoffnung, Liebe

Liebe Gemeinde,
„Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Mit dieser Frage Jesu werden wir in die Mitte unseres Glaubens geführt. Wir können vieles über Jesus wissen. Aber irgendwann genügt das Wissen nicht mehr. Wir sind zu einer Antwort aus dem Glauben aufgefordert: Wer ist Jesus Christus für mich? Welche Bedeutung hat er in meinem Leben?
Petrus gibt eine klare Antwort: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Er erkennt in Jesus den von Gott gesandten Messias. Jesus Christus ist derjenige, in dem Gott selbst uns nahekommt. Unser Glaube besteht deshalb nicht zuerst aus Regeln und Vorschriften. Er lebt von einer Beziehung. Wir glauben nicht an etwas, sondern an jemanden, an eine Person. Wir dürfen Jesus Christus unser Leben anvertrauen. Und dieses Vertrauen kann uns tragen in allen Situationen und Herausforderungen unseres Lebens.
Jesus verbindet das persönliche Glaubensbekenntnis des Petrus mit einer Aufgabe für die Gemeinschaft: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.“ Kirche ist nicht in erster Linie eine Institution oder ein Gebäude. Kirche sind Menschen, die sich von Jesus Christus rufen lassen, aus dem Glauben an ihn leben und miteinander auf dem Weg sind. So ist auch unsere Gemeinde dort lebendig, wo wir unseren Glauben miteinander teilen, füreinander da sind und Christus in unserem Alltag sichtbar werden lassen. Jede und jeder von uns kann dazu beitragen, dass unsere Gemeinde ein Ort ist, an dem Menschen etwas von Gottes Liebe spüren.
Das heutige Evangelium lädt uns ein, unser persönliches Glaubensbekenntnis neu zu entdecken: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Dieses Bekenntnis ist nicht nur ein Satz, den wir sprechen. Es möchte unser Leben prägen.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen gesegneten Sonntag und die Erfahrung, dass Jesus Christus uns auf unserem Weg begleitet. Mögen wir mit ihm zu Menschen werden, die aus dem Glauben, aus der Hoffnung und aus der Liebe leben.
Ihr Rijo Puthuva