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Maria, die Kräuter und die Sache mit dem Grab

Kräuterstrauß auf dem Altar der Alten Kirche
Datum:
15. Aug. 2026
Von:
Ester Nothelfer

Heute ist Mariä Himmelfahrt und da wird es in der Kirche nicht nur himmlisch, sondern auch ziemlich krautig-duftig. Was feiern wir eigentlich an Mariä Himmelfahrt? Nach katholischem Glauben wurde Maria am Ende ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. Ob sie zuvor tatsächlich gestorben ist, lässt die kirchliche Lehre offen. Die alte Tradition spricht von ihrem „Entschlafen“ (lateinisch: Dormitio), also Sterben und Bestattung, vermutlich wie bei Jesus in einem begehbaren Grab.

Der Brauch der Kräuterweihe ist vor allem mit einer alten Legende verbunden: Als die Apostel nach Marias Tod ihr Grab öffneten, soll ihnen ein wunderbarer Duft von Blüten und Kräutern entgegengekommen sein. Marias Körper fehlte dagegen. Daraus entwickelte sich der Brauch, rund um Mariä Himmelfahrt Kräuter zu sammeln, zu Sträußen zu binden und im Gottesdienst segnen zu lassen.  

Dabei geht es nicht nur um hübsche Blumensträuße: Kräuter galten seit jeher als wertvolle Gaben der Schöpfung und als Heilmittel. Im Segen wird ihre Heilkraft symbolisch dem ganzen Menschen zum Heil zugesprochen. Kurz gesagt: Heute geht’s hoch hinaus. In allen Heiligen Messen an diesem Wochenende dürfen Sie sich Kräuter segnen lassen. 

Zum Weiterlesen:

Kräuter zu Mariä Himmelfahrt

4 Bilder

Fotos: Gosia Höller, Agnes Platz