Naschen erlaubt!

Jedes Jahr dasselbe: Die beiden Blutkirschpflaumen (Prunus cerasifera ‘Nigra’) im kleinen Garten rund um die Alte Kirche hängen voller Früchte, und fast niemand pflückt sie. Wahrscheinlich halten viele sie für reine Ziergehölze. Das "Blut" im Namen bezieht sich übrigens auf die dunklen Blätter.
Dabei dürfen die Früchte gerne geerntet werden. Wer etwas Geduld hat, wird im Spätsommer belohnt, wenn Kirschen längst aus den Obstregalen verschwunden sind und die Zwetschgensaison erst beginnt. Ein kleiner Tipp: Nicht von der roten Farbe täuschen lassen. Rot sind die Früchte schon früh, wirklich reif sind sie meist erst im August-September. Besonders gut lassen sie sich auch zu Marmelade verarbeiten.
Es wäre doch schade, wenn die Früchte ungenutzt zu Boden fielen. Schließlich gehört auch der bewusste Umgang mit den Gaben der Schöpfung zum Glauben dazu. Also: Körbchen mitbringen, Früchte probieren und gerne auch zur Dienstagabendmesse bleiben.