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Patrozinium & Pfarrfest

Gemeinschaft Kirche
Datum:
25. Juni 2026
Von:
Winfried Kissel, Pfr.

Liebe Leserinnen und Leser,

an diesem Sonntag feiern wir unser Pfarrpatrozinium, das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers und zugleich unser Pfarrfest.

Im Evangelium des Festtages wird der Mutter Elisabeth wie dem Vater Zacharias die Frage gestellt, wie ihr Sohn heißen soll. Beide antworten, er solle „Johannes“ heißen. 

Im Alten wie im Neuen Testament haben die Namen meist eine tiefere Bedeutung. So ist der Name Programm für das, was Gott mit einer Person vorhat. „Johannes“ heißt übersetzt „Gott ist gnädig.“

Einerseits zeigt Gott sich Elisabeth und Zacharias gegenüber als gnädig indem beide das lang ersehnte Kind erhalten, andererseits enthält der Name für Johannes selber die Botschaft, die er erst im Laufe seines Lebens erkennen und verstehen wird:

Johannes tritt als Wegbereiter für den Messias auf indem er das drohende Strafgerichtes Gottes ankündigt.

Und dann muss Johannes in seinem Leben erkennen, dass Jesus, den er als Messias angekündigt hat, ganz anders ist als er sich den Messias vorstellt.

Jesus verkündigt Gott als barmherzigen Vater, der sich den Menschen in Liebe zuwendet. Und diese Zuwendung geschieht aus Gnade, also unverdient. Sie ist Geschenk, wenn auch zugleich Auftrag an jeden, der Jesus Christus nachfolgen will.

Wie auch immer unser eigener Name ist, Gott schenkt uns in den Heiligen, unseren Namenspatronen und anderen Menschen Beispiele wie Menschen ihren Glauben in ihr Leben übersetzt haben. Wir dürfen deren Zeugnis kritisch anschauen, aber auch Anregungen für unser eigenes Leben aufgreifen.

Versuchen wir Gottes Wirken in unserem Leben zu erkennen, seien wir dabei nicht zu sehr auf unsere eigenen Gottesvorstellungen festgelegt.

Ich wünsche uns allen ein schönes und gesegnetes Pfarrfest mit frohmachenden Begegnungen,

Ihr  Winfried Kissel, Pfr.