Zwischenzeit

Liebe Mitchristen,
wir befinden uns in einer Zwischenzeit. Und wenn Sie sich jetzt fragen, was das ist, eine „Zwischenzeit“, dann würde ich das für mich so definieren. Man steht irgendwie zwischen zwei Zeitabschnitten. Im Leben von Menschen gibt es viele Zwischenzeiten. Zum Beispiel die Sommerferien zwischen der KiTa und der Grundschule. Oder zwischen einer kritischen Diagnose und dem (hoffentlich) helfenden Eingriff. Oder stellen Sie sich vor, Sie müssten eine Gefängnisstrafe antreten oder würden ein Gefängnis nach Jahren wieder verlassen.
Zwischenzeiten sind geprägt von Vorfreude, aber vielleicht auch von Sorgen und Ängsten. Wir Christen, und mit uns die Jünger in der Apostelgeschichte, stehen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Für die Jünger war klar: Jesus ist endgültig weg. Allerdings hatte er ihnen den Heiligen Geist versprochen, was auch immer dies bedeuten sollte. Für uns heute ist klar, dass der Heilige Geist „Gottes Funke“ in den Menschen ist. Aber die Jünger wussten nicht, was kommt. Und so „verharrten [sie alle] einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.“ Um dann an Pfingsten, von der Kraft des Heiligen Geistes angetrieben, ihr Versteck zu verlassen und die Frohe Botschaft in die Welt zu tragen.
In der „Zwischenzeit“ allerdings waren sie ganz bei sich. Im Gebet. – Auch wir brauchen solche „Zwischenzeiten“, um unseren Akku aufzuladen, um uns unserer selbst bewusst zu werden, bevor wir dann wieder (mit hoffentlich vollem Akku) hinaustreten.
Mit zwischenzeitlichen Grüßen,
Armin Wirth, GR.