Pfarrnachrichten

Download

Datenschutz

Kirchplatz von St. Johann Baptist in RefrathKirchplatz von St. Johann Baptist in Refrath

Freitag, 29 September 2017 08:59

Was ist der Weg der Gerechtigkeit?

geschrieben von

   Liebe Leserinnen und Leser!

 

„Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?“ – soll Konrad Adenauer einmal gesagt haben, als man ihm eine Meinungsänderung vorwarf. Und in der Politik gibt es ja tatsächlich erstaunliche Wandlungen, vor allem nach Wahlen. Nun hat Adenauer den Satz so wohl nie gesagt. Belegt ist aber: „Jeder Mensch und jede Partei hat das Recht, klüger zu werden“. Das hört sich doch schon ganz anders an.

Freitag, 22 September 2017 11:14

Was ist Wahrheit? Was ist Gerechtigkeit?

geschrieben von

Liebe Mitchristen,

was ist Wahrheit? Dies fragt Pilatus Jesus kurz vor dessen Kreuzigung. Nicht wenige Menschen würden antworten, dass es nicht die eine und einzige Wahrheit gibt. Es gibt immer Schattierungen. Was für den einen wahr ist, muss für den nächsten noch lange nicht wahr sein (Stichwort: alternative Fakten). Das Internet ist voll von verschiedensten Wahrheiten. - Und was ist gerecht? Auch hierüber existieren viele verschiedene Meinungen. Stichworte wie „soziale Gerechtigkeit“ oder „Reichensteuer“ oder auch die Diskussion darüber, ob Menschen ein Recht (= Gerechtigkeit?) darauf haben vor Krieg und Hunger oder einfach nur vor Perspektivlosigkeit und Armut zu fliehen und ihr Glück in anderen Ländern zu suchen, haben den Bundestagswahlkampf immer wieder bestimmt. In Deutschland hat man zum Glück sehr viele Rechte. Unser Land ist ein Rechtsstaat. Wir haben zum Beispiel das Recht (und die Pflicht) darauf, den Bundestag zu wählen. Und trotzdem scheitern wir Menschen immer wieder bei dem Versuch Begriffe wie „Recht“ oder „Wahrheit“ zu definieren.

    Liebe Leserinnen und Leser,

am vergangenen Sonntag hörten wir in der Lesung die Worte des Apostels Paulus „Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer.“ (Röm 13,8). Wir sind als Christen stets zu gegenseitiger Liebe verpflichtet. Paulus hat den Geist Jesu intuitiv begriffen, und das hat ihn zu einer neuen Sicht des Gesetzes geführt: Wenn wir im Tiefsten unseres Herzens begriffen haben, wie sehr wir von Gott geliebt und bedingungslos bejaht sind, können wir nicht anders, als diese Liebe auch einander zu schenken. Für Paulus ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes, denn sie tut dem Nächsten nichts Böses (8vgl. Röm 1310).

Donnerstag, 07 September 2017 15:34

Neuanfang als Chance

geschrieben von

Liebe Leserinnen und Leser!

Nach dem Fernsehduell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz lautete eine Kritik, sie seien sich zu oft einig gewesen, hätten sich zu häufig beieinander bedankt. Höfliche Floskeln oder gar Freundlichkeit ist in Zeiten des Wahlkampfes unerwünscht. „Klare Kante“ und „harte Wortgefechte“ sind angesagt.

Auch Gott spricht oft Klartext, wenn Er sich den Menschen offenbart. „Das Wort Gottes ist lebendig, kraftvoll und schärfer als ein Schwert“, so schreibt es der Apostel Paulus an die Hebräer. Scharf – ja. Aber auch lebendig: es ruft neues Leben hervor und baut auf.

Freitag, 01 September 2017 09:22

Grußwort von Kaplan Degbe

geschrieben von

Liebe Leserinnen und liebe Leser,  

 

"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde": (Prediger Salomo 3, 1).

Am 1. Juli diesen Jahres bin ich als Vertreter zur Aushilfe für 2 Monate hierhingekommen, geradewegs aus Lomé (Togo, West- Afrika), einer ehemaligen deutschen Kolonie und deutschem Missionsland (Steyler Missionare). Und am 31. August 2017, sind die zwei Monate nicht nur schon vorbei, sondern schnell vorbei. Das bestätigt das Sprichwort, das so lautet: "Alles geht in dieser Welt vorbei".

Wie Sie schon wissen sah meine Tätigkeit in dieser Gemeinde so aus: tägliche Heilige Messe (außer Montag, mein freier Tag); drei Hochzeiten, zwei waren ökumenisch, eine davon zelebriert in der Alten Kirche in Refrath und eine in St. Nikolaus in Bensberg; und eine weitere war zwischen einem Katholischen und einer Muslima in St. Johann Baptist; drei Kinder wurden am 26. August in der Alten Kirche St. Johann Baptist von mir getauft; Beichte in Sankt Elisabeth im Kolpingraum; Trauerfeiern und Beerdigungen... in Refrath und auf dem Waldfriedhof; außerdem war ich in verschiedenen Anliegen verfügbar ...

Freitag, 18 August 2017 12:45

Kann man Trauer feiern?

geschrieben von

Kerzenstumpen auf Kerzenständer mit spitzer FlammeSeit nun fast zwei Jahren bin ich durch Erzbischof Woelki zum Bestattungsdienst in unserer Pfarrei St. Johann Baptist beauftragt. Dies ist eine pastorale Aufgabe, die mich, so seltsam es anfangs auch klingen mag, immer wieder mit großer Dankbarkeit erfüllt. Dankbarkeit darüber, mit den Hinterbliebenen einen letzten Weg zu gehen, Abschied zu nehmen und von der Hoffnung zu berichten, die mich persönlich begleitet. Nicht umsonst beginnt eine Beisetzung immer mit einer hoffnungsvollen Trauerfeier. Ein seltsames Wort: Trauer-feier. Wie kann und soll man Trauer feiern?

Freitag, 04 August 2017 09:21

Auf, Ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser!

geschrieben von

Mosaik BrotvermehrungLiebe Leserinnen und Leser,

beim Propheten Jesaja (Jes 55, 1-3) hören wir an diesem Sonntag die Worte: „Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide, und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung!“ Welch ein Schlaraffenland! Ein solches (christliches?) Geschäft müsste aber erst noch gefunden werden. Es geht im Text aber nicht um einen sozial-caritativen Dienst, der verrichtet werden soll. Es geht um das Essen und Trinken im übertragenen Sinne: „Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen.“  „Neigt euer Ohr mir zu, dann werdet ihr leben.“  Gott allein vermag unseren Lebensdurst und Lebenshunger zu stillen.

Seite 9 von 28
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok