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Über Kranke und Gesunde
5. Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser! Stellen Sie sich vor, Sie sind krank und brauchen dringend ein Medikament. Doch Sie bekommen keinen Termin, denn die Sprechstundenhilfe sagt: „Tut mir leid, aber Sie sind zu krank. Der Doktor verschreibt keine Medikamente mehr, er berät nur noch gesunde Patienten bei der Auswahl ihrer Nahrungsergänzungsmittel.“ Wäre das nicht absurd? Nicht die Gesunden brauchen doch den Arzt, sondern die Kranken! Das ist es, was Jesus im Evangelium zu den Pharisäern sagt. Die wundern sich nämlich darüber, dass er mit „Zöllnern und Sündern“ Mahl hält. Aber zu denen ist Jesus gesandt: er will die Sünder rufen, nicht die Gerechten. Die Pharisäer würden sich selber wohl als gerecht bezeichnen – aber sind sie es? Und was ist mit uns? Teilen wir nicht auch oft genug die Menschen in die Gerechten und die Sünder ein? Natürlich wissen wir, dass wir alle in Jesus erlöst sind – und trotzdem immer wieder sündigen. Jede/r von uns ist also sowohl gerecht als auch sündig. Hätte Jesus also mit uns Mahl gehalten? Ich denke ja! Er kehrt bei jedem ein, der ihn aufnimmt. Unsere Kirche sieht das anders. Sie weiß genau, wer zu sündig ist, bzw. “in Sünde lebt“ und daher nicht mit Jesus Mahl halten kann. Die Pharisäer haben wenigstens verwundert gefragt, doch unsere Kirche ist sich ganz sicher. So sicher, dass sie es tatsächlich verbindlich vorschreibt, wer Jesus in der Eucharistie empfangen darf und wer nicht. Wie die Sprechstundenhilfe, die am Tresen sortiert: „Tut mir leid, aber Sie sind zu krank. Werden Sie erstmal gesund, vorher kann ich sie leider nicht zum Doktor durchlassen!“ Ist das nicht absurd? Fragende Grüße Sr. Barbara
Tagesordnung für den nächsten „Runden Tisch“
Am Donnerstag, 11.06.2026 um 20 Uhr findet die nächste Sitzung des „Runden Tisches“ (=Gemeindeversammlung) im Saal des Gemeindezentrums (Kirchplatz 14) statt.
Fronleichnam
31. Mai 2026
Herzliche Einladung zur Mitfeier der Heiligen Messe an Fronleichnam mit anschließender Prozession und Begegnung beim gemeinsamen Umtrunk. Bei ungünstiger Witterung schließt die Feier mit dem eucharistischen Segen in der Pfarrkirche. Prozessionsweg: Kirchplatz – Neuer Traßweg – An der Wallburg – Alter Traßweg – Dolmanstraße – Siebenmorgen – Kirchplatz – St. Johann Baptist Livestream, Textheft
Bergisch Gladbacher Orgelsommer: 31.05.-30.08.2026
30. Mai 2026
Der Bergisch Gladbacher Orgelsommer geht in sein drittes Jahr. Was 2024 als Kooperation begann, ist inzwischen fester Bestandteil des kirchenmusikalischen Lebens: Die fünf Seelsorgebereichsmusiker der Stadt organisieren den Zyklus gemeinsam und zeigen, wie Zusammenarbeit in der Pastoralen Einheit klingt. Der Orgelsommer wandert auch 2026 durch verschiedene Kirchenräume mit unterschiedlichen Instrumenten, Handschriften und Klangfarben. Vertraute Orte, neu gehört, renommierte teils internationale Künstler zu Gast im Bergischen. Die Reihe spannt einen Bogen von Barock über große Choralkunst bis hin zu symphonischen und klanglich offenen Programmen wie Filmmusik: mit CONCERT ROYAL, Köln (Karla Schröter, Barockoboe und Nelson Lee, Orgel) mit Werken "Zwischen Barock und Frühklassik. Von Cabanilles, Bach, Krebs u.a." in St. Johann Baptist Refrath, So. 31.05.2026, 17 Uhr, Schulte-Potthoff-Orgel einem Abend zum Thema "Die Kunst der Choralbearbeitung. Johann Sebastian Bachs 18 Leipziger Choräle" mit Junhui Oskar Liao (Leverkusen; in Kooperation mit der HfMT Köln) in St. Clemens Paffrath, Sa. 20.06.2026, 19.30 Uhr Scholz-Orgel Karol Mossakowski (Titularorganist an St. Sulpice, Paris) mit Werken von Reger, Widor, Alain und Improvisation in St. Laurentius, So. 28.06.2026, 19.30 Uhr Klais-Orgel Domorganist Balthasar Baumgartner (Osnabrück) mit Werken von Bach, Vierne, Williams/Feller (Star Wars) in St. Nikolaus Bensberg, So. 05.07.2026, 17 Uhr Rieger-Orgel sowie Wolfram Lehnert (Violine) und Stefanie Zimmermann (Orgel; Bonn) mit Werken von Bach, Fauré, Leclair und Satie in St. Joseph Heidkamp, So. 30.08.2026, 18 Uhr Kuhn-Orgel Eintritt jeweils frei(willig).
Dreifaltigkeit
28. Mai 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser, an diesem Sonntag feiern wir das Hochfest „Dreifaltigkeit“. Als Christen glauben wir wie Juden und Muslime an einen einzigen Gott, der sich uns aber in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat. Der Begriff „Person“ erschwert es heute vielen Menschen, sich zu einem solchen Glauben zu bekennen. Der Begriff „Person“ hat sich in all den Jahrhunderten geändert. Verstehen wir heute eine Person als eigenständiges Wesen gerade in der Abgrenzung zu anderen, d.h. darin wodurch sie sich vom anderen unterscheidet, so beschrieb der Begriff früher, wie Menschen in Beziehung standen. Die einzelne Person wurde als Teil eines Größeren verstanden. Gott hat das ganze All, die Gestirne, alle Lebewesen und den Menschen geschaffen. Er hat aber nicht nur alles ins Leben gerufen, sondern an diesem Leben teilgenommen. Er blieb nicht der stille Beobachter im Hintergrund, sondern ist selber Mensch in Jesus von Nazareth geworden. Nur deshalb können wir als Christen überhaupt davon reden, wie Gott zu uns Menschen ist. Und Gott will auf ewig mit uns Gemeinschaft haben. In seinen Gleichnissen und in seinem Leben bezeugt Jesus seine lebendige Beziehung zum Vater im Himmel, in die Jesus alle, die zu ihm gehören, kraft des Geistes hineinnehmen will. Das Geheimnis des dreifaltigen Gottes ist unendlich groß, trotzdem können wir seine Spuren in unserem Leben finden. Es ist nicht begreifbar, aber erlebbar, indem wir mit Liebe und Vertrauen auf Gott in unserem Leben setzen. So kann Gott durch den Geist in uns und unseren Beziehungen wirken. Gott wirkt in unserem Leben auf vielfältige Weise. ER ist der Vater, der an uns glaubt und Ursprung und Ziel unseres Lebens ist. ER ist der Sohn, der uns das Wesen Gottes offenbart hat und uns so den Weg zu Gott und den Menschen gezeigt hat. ER ist der Heilige Geist, die Liebe, die uns mit ihm und untereinander verbindet. Kraft des Geistes schenkt Gott uns irdischen Menschen schon Anteil an seinem göttlichen Leben. Keinen Tag leben wir ohne dieses beständige Wirken Gottes in unserer Welt. Ich wünsche uns allen, dass wir uns immer mehr mit unserem Leben in das Geheimnis der Dreifaltigkeit hineinnehmen lassen. Ihnen allen einen gesegneten Dreifaltigkeitssonntag! Ihr Winfried Kissel, Pfr.
© Anton Shuvalov, unsplash.com
Refrather Einkaufsgutscheine
23. Mai 2026
Das Team der Pfarrcaritas möchte gerne alleinstehende, von Altersarmut betroffene Frauen ab 70 Jahren unterstützen und bittet um Spenden von Einkaufsgutscheinen (10-50 €) der ansässigen Geschäfte (z.B. Rewe, Penny, DM, Rossmann, Aldi, Lidl etc.). Wenn Sie die Pfarrcaritas bei ihrem Vorhaben unterstützen möchten, können Sie die Gutscheine im Pastoralbüro abgeben oder diese dort in den Briefkasten werfen. Vielen Dank für Ihre Spenden!
Gemeinschaft stärken
21. Mai 2026
Liebe Gemeinde, Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, wird auch als der Geburtstag der Kirche bezeichnet. Fünfzig Tage nach Ostern feiern wir, dass Gottes Geist auf die Jünger herabkam und aus ängstlichen Menschen mutige Zeugen des Glaubens machte. Die Jünger hatten sich nach dem Tod Jesu zurückgezogen und die Türen verschlossen. Und gerade in diese Verschlossenheit hinein kommt Gottes Geist – wie ein Sturm, wie Feuer, wie neue Lebenskraft. Plötzlich finden die Jünger Worte; sie bekommen Mut und Hoffnung. Sie gehen hinaus und verkünden die Frohe Botschaft. Aus Angst wird Vertrauen, aus Schweigen wird Verkündigung, aus Unsicherheit wird Aufbruch. Viele Menschen erleben heute Verunsicherung. Kriege, gesellschaftliche Spannungen, Zukunftsängste und persönliche Sorgen belasten unser Leben. Nicht wenige fragen sich: Wo ist Gott in dieser Welt? Das heutige Fest will uns zeigen: Gott lässt uns nicht allein. Sein Geist wirkt auch heute. Er ist Gottes lebendige Gegenwart mitten unter uns. Pfingsten erinnert uns daran, dass Kirche mehr ist als ein Gebäude oder eine Institution. Kirche und Gemeinde lebt dort, wo Menschen sich vom Geist Gottes bewegen lassen. Dieser Geist kann neue Wege öffnen. Er schenkt Kreativität, Fantasie und Begeisterung. Auch wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist in uns wirkt. In Taufe und Firmung wurde er uns zugesagt. Pfingsten ist auch ein Fest der Erneuerung und des Aufbruchs. Vielleicht brauchen wir gerade heute diesen Geist besonders dringend – in unserer Kirche, aber auch in unserem persönlichen Leben. Wo sind Türen verschlossen? Wo haben sich Resignation oder Gleichgültigkeit breit gemacht? Bitten wir den Heiligen Geist, dass er unsere Herzen neu entzündet. Dass er unsere Gemeinschaft stärkt. Dass er uns Mut schenkt, Zeuginnen und Zeugen der Hoffnung zu sein. Möge Gottes Geist uns alle neu erfüllen mit seiner Liebe, seiner Freude und Kraft. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und frohes Pfingstfest. Ihr Rijo Puthuva
Festliche Chormusik am Pfingstsonntag
18. Mai 2026
Herzliche Einladung zur Mitfeier der Heiligen Messe am Pfingstsonntag in unserer Pfarrkirche oder per Livestream auf YouTube. Unter der Leitung von Seelsorgebereichsmusiker Thomas Bodenmüller gestaltet die Chorgemeinschaft den Festgottesdienst musikalisch mit mehrstimmigen Chorwerken und geistlichen Liedsätzen zum Pfingstfest. Zu hören sind: der Pfingsthymnus "Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein" in einem Satz von Klaus Fischbach das Geistliche Lied "Der Geist von Gott weht wie der Wind" von Ingo Bredenbach die Motette "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Felix Mendelssohn Bartholdy und der Chorsatz "Magnificat anima mea" (1. Satz aus dem "Magnificat" von Kim André Arnesen in der Fassung für Chor und Klavier) das Geistliches Lied "Du teilst es aus mit deinen Händen" von Stephan Rommelspacher
Zwischenzeit
15. Mai 2026
Liebe Mitchristen, wir befinden uns in einer Zwischenzeit. Und wenn Sie sich jetzt fragen, was das ist, eine „Zwischenzeit“, dann würde ich das für mich so definieren. Man steht irgendwie zwischen zwei Zeitabschnitten. Im Leben von Menschen gibt es viele Zwischenzeiten. Zum Beispiel die Sommerferien zwischen der KiTa und der Grundschule. Oder zwischen einer kritischen Diagnose und dem (hoffentlich) helfenden Eingriff. Oder stellen Sie sich vor, Sie müssten eine Gefängnisstrafe antreten oder würden ein Gefängnis nach Jahren wieder verlassen. Zwischenzeiten sind geprägt von Vorfreude, aber vielleicht auch von Sorgen und Ängsten. Wir Christen, und mit uns die Jünger in der Apostelgeschichte, stehen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Für die Jünger war klar: Jesus ist endgültig weg. Allerdings hatte er ihnen den Heiligen Geist versprochen, was auch immer dies bedeuten sollte. Für uns heute ist klar, dass der Heilige Geist „Gottes Funke“ in den Menschen ist. Aber die Jünger wussten nicht, was kommt. Und so „verharrten [sie alle] einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.“ Um dann an Pfingsten, von der Kraft des Heiligen Geistes angetrieben, ihr Versteck zu verlassen und die Frohe Botschaft in die Welt zu tragen. In der „Zwischenzeit“ allerdings waren sie ganz bei sich. Im Gebet. – Auch wir brauchen solche „Zwischenzeiten“, um unseren Akku aufzuladen, um uns unserer selbst bewusst zu werden, bevor wir dann wieder (mit hoffentlich vollem Akku) hinaustreten. Mit zwischenzeitlichen Grüßen, Armin Wirth, GR.
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