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Fürchtet Euch nicht!
18. Juni 2026
Liebe Schwestern und Brüder, „Fürchtet euch nicht!“ Dreimal hören wir diesen Satz im heutigen Evangelium. Es ist kein Zufall, dass Jesus diese Worte so eindringlich wiederholt. Denn Angst gehört zu den tiefsten Erfahrungen des menschlichen Lebens. Sie begleitet uns seit jeher. Die Angst vor Krankheit, vor dem Verlust eines geliebten Menschen, vor Unsicherheit in Beruf und Familie, vor Kriegen und Krisen, die unsere Welt erschüttern. Die Worte Jesu sind jedoch keine billige Beruhigung und keine Aufforderung, die Augen vor den Problemen der Welt zu verschließen. Jesus kennt die Schwierigkeiten des Lebens. Und er bereitet seine Jünger darauf vor, dass ihr Weg nicht immer leicht sein wird. Wer sich zu Christus bekennt, wird nicht immer auf Zustimmung stoßen. Dennoch sagt Jesus: „Fürchtet euch nicht!“ Warum kann er das sagen? Weil die Grundlage unseres Lebens nicht die Angst, sondern die Liebe Gottes ist. Angst ist oft ein schlechter Ratgeber. Sie lässt uns vor allem die Gefahren sehen und verstellt den Blick auf das, was möglich ist. Jesus möchte uns einen anderen Weg zeigen. Er lädt uns ein, aus dem Vertrauen zu leben. Vertrauen bedeutet nicht, dass alles immer gut ausgehen wird oder dass wir keine Schwierigkeiten erleben. Vertrauen bedeutet vielmehr, dass wir wissen dürfen: Gott geht jeden Weg mit uns und bleibt an unserer Seite. Er liebt uns bedingungslos. „Fürchtet euch nicht!“ Dieser Satz Jesu kann zu einem Leitwort unseres Lebens werden. Mögen diese Worte uns in den kommenden Wochen begleiten. Vertrauen wir darauf, dass wir in Gottes Hand geborgen sind. Und lassen wir dieses Vertrauen sichtbar werden – in unserem Umgang miteinander, in unserem Dienst für andere und in unserem gemeinsamen Leben als Gemeinde. So wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Gottes reichen Segen, Zuversicht in schwierigen Zeiten und die Freude des Glaubens, die aus der Gewissheit wächst: Wir sind von Gott geliebt, begleitet und getragen – heute und an allen Tagen unseres Lebens. Ihr Rijo Puthuva
AK Ruanda
17. Juni 2026
Der Arbeitskreis (AK) Ruanda möchte die Verbindung zwischen unserer Kirchengemeinde und den Gläubigen in Ruanda, genauer gesagt in Save, stärken. Es ist uns wichtig, voneinander zu lernen, Begegnungen zu ermöglichen und die Verbundenheit über Grenzen hinweg zu vertiefen. Wir möchten mehr über das Leben, den Glauben und die Herausforderungen der Menschen dort erfahren und unsere eigenen Erfahrungen miteinander teilen. Geplant sind verschiedene Aktivitäten und Projekte. Dabei geht es uns nicht darum, „für“ andere Menschen zu handeln, sondern miteinander unterwegs zu sein – als gläubige Menschen und als Teil einer weltweiten Gemeinschaft. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Egal, ob Sie schon Erfahrungen haben oder einfach neugierig sind: Jede und Jeder ist willkommen am Dienstag, 28.07. um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum. Gebet für und mit unseren Schwestern und Brüdern in Save (Ruanda) Herr der Welt, den wir Vater nennen, du hast deinen Sohn auf die Erde gesandt und uns zu deinen Kindern und untereinander zu Schwestern und Brüdern gemacht. Deshalb bitten wir dich heute besonders für unsere Schwestern und Brüder in Ruanda, in Deutschland und in der ganzen Welt. Deiner liebenden Hilfe empfehlen wir sie in allem, was sie bedrängt. Schenke ihnen das Bewusstsein, in deiner Liebe geborgen zu sein, und gib ihnen alles, was sie zum täglichen Leben brauchen. Uns allen aber gibt die Einsicht, dass wir teilen müssen wie Schwestern und Brüder teilen. Ihre Sorgen und Nöte sollen auch unsere Sorgen und Nöte sein. Lass uns miteinander in deinem Heiligen Geist verbunden bleiben. Begleite uns auf diesem Weg, den wir nun beginnen, und schenke uns allen deinen Segen. Amen. (für unsere Partnergemeinde in Save, Ruanda)
Fußball WM
11. Juni 2026
Liebe Mitchristen, es ist Fußball-Weltmeisterschaft, ob Sie wollen oder nicht. Alle vier Jahre findet dieses sportliche Großereignis statt. Früher (also bis 2014) war es ein Turnier, welches in Deutschland die Menschen bewegt hat. Spätestens seit den Weltmeisterschaften in Russland (2018), Katar (2022) und jetzt in USA, Mexiko und Kanada lässt das Interesse jedoch nach und immer mehr kritische Fragen tauchen auf. - Außerdem hat Deutschland natürlich auch die letzten beiden Turniere ordentlich versiebt. Eine Fußballmannschaft besteht ja aus elf Spielern. Jesus hingegen hatte seine zwölf Jünger, welche er im heutigen Evangelium aussendet, denn „die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ – Es wäre sicherlich zu viel Verantwortung, die man den elf DFB-Spielern (plus dem restlichen Kader) auflädt, wenn man sagt, dass sie nicht nur die WM gewinnen, sondern, dass sie auch für eine positive Stimmung in Deutschland sorgen sollen. 2006 gelang dies bei der WM im eigenen Land. Auch in dieses Turnier damals gingen die Deutschen nur mit wenig Hoffnung (man denke nur an das 1:4 gegen Italien im Vorfeld). – Doch dann verdrängte pünktlich zum WM-Start der Sommer das wechselhafte Wetter und die DFB-Elf gewann ihre Spiele (bis wieder Italien im Weg stand). Ich würde mir für Deutschland wieder solch einen Sommer wünschen!!! Mit positiver Energie, mit Lust am Leben, mit Freude und wegen mir auch mit Deutschlandfahnen. Denn es gibt einen schmalen aber eindeutigen Unterschied zwischen (positivem) Patriotismus und (negativem) Nationalismus. Während letzterer ausschließt, betont erster das Gute. Und es gibt viel Gutes an und in Deutschland. Überlassen wir es nicht den Nationalisten und freuen uns trotzdem mit den Elf, die hoffentlich unseren WM-Sommer gestalten werden. – Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein, werden wir Weltmeister sein! Mit sommerlichen Grüßen Armin Wirth (GR)
Über Kranke und Gesunde
5. Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser! Stellen Sie sich vor, Sie sind krank und brauchen dringend ein Medikament. Doch Sie bekommen keinen Termin, denn die Sprechstundenhilfe sagt: „Tut mir leid, aber Sie sind zu krank. Der Doktor verschreibt keine Medikamente mehr, er berät nur noch gesunde Patienten bei der Auswahl ihrer Nahrungsergänzungsmittel.“ Wäre das nicht absurd? Nicht die Gesunden brauchen doch den Arzt, sondern die Kranken! Das ist es, was Jesus im Evangelium zu den Pharisäern sagt. Die wundern sich nämlich darüber, dass er mit „Zöllnern und Sündern“ Mahl hält. Aber zu denen ist Jesus gesandt: er will die Sünder rufen, nicht die Gerechten. Die Pharisäer würden sich selber wohl als gerecht bezeichnen – aber sind sie es? Und was ist mit uns? Teilen wir nicht auch oft genug die Menschen in die Gerechten und die Sünder ein? Natürlich wissen wir, dass wir alle in Jesus erlöst sind – und trotzdem immer wieder sündigen. Jede/r von uns ist also sowohl gerecht als auch sündig. Hätte Jesus also mit uns Mahl gehalten? Ich denke ja! Er kehrt bei jedem ein, der ihn aufnimmt. Unsere Kirche sieht das anders. Sie weiß genau, wer zu sündig ist, bzw. “in Sünde lebt“ und daher nicht mit Jesus Mahl halten kann. Die Pharisäer haben wenigstens verwundert gefragt, doch unsere Kirche ist sich ganz sicher. So sicher, dass sie es tatsächlich verbindlich vorschreibt, wer Jesus in der Eucharistie empfangen darf und wer nicht. Wie die Sprechstundenhilfe, die am Tresen sortiert: „Tut mir leid, aber Sie sind zu krank. Werden Sie erstmal gesund, vorher kann ich sie leider nicht zum Doktor durchlassen!“ Ist das nicht absurd? Fragende Grüße Sr. Barbara
Fronleichnam
31. Mai 2026
Herzliche Einladung zur Mitfeier der Heiligen Messe an Fronleichnam mit anschließender Prozession und Begegnung beim gemeinsamen Umtrunk. Bei ungünstiger Witterung schließt die Feier mit dem eucharistischen Segen in der Pfarrkirche. Prozessionsweg: Kirchplatz – Neuer Traßweg – An der Wallburg – Alter Traßweg – Dolmanstraße – Siebenmorgen – Kirchplatz – St. Johann Baptist Livestream, Textheft
Bergisch Gladbacher Orgelsommer: 31.05.-30.08.2026
30. Mai 2026
Der Bergisch Gladbacher Orgelsommer geht in sein drittes Jahr. Was 2024 als Kooperation begann, ist inzwischen fester Bestandteil des kirchenmusikalischen Lebens: Die fünf Seelsorgebereichsmusiker der Stadt organisieren den Zyklus gemeinsam und zeigen, wie Zusammenarbeit in der Pastoralen Einheit klingt. Der Orgelsommer wandert auch 2026 durch verschiedene Kirchenräume mit unterschiedlichen Instrumenten, Handschriften und Klangfarben. Vertraute Orte, neu gehört, renommierte teils internationale Künstler zu Gast im Bergischen. Die Reihe spannt einen Bogen von Barock über große Choralkunst bis hin zu symphonischen und klanglich offenen Programmen wie Filmmusik: mit CONCERT ROYAL, Köln (Karla Schröter, Barockoboe und Nelson Lee, Orgel) mit Werken "Zwischen Barock und Frühklassik. Von Cabanilles, Bach, Krebs u.a." in St. Johann Baptist Refrath, So. 31.05.2026, 17 Uhr, Schulte-Potthoff-Orgel einem Abend zum Thema "Die Kunst der Choralbearbeitung. Johann Sebastian Bachs 18 Leipziger Choräle" mit Junhui Oskar Liao (Leverkusen; in Kooperation mit der HfMT Köln) in St. Clemens Paffrath, Sa. 20.06.2026, 19.30 Uhr Scholz-Orgel Karol Mossakowski (Titularorganist an St. Sulpice, Paris) mit Werken von Reger, Widor, Alain und Improvisation in St. Laurentius, So. 28.06.2026, 19.30 Uhr Klais-Orgel Domorganist Balthasar Baumgartner (Osnabrück) mit Werken von Bach, Vierne, Williams/Feller (Star Wars) in St. Nikolaus Bensberg, So. 05.07.2026, 17 Uhr Rieger-Orgel sowie Wolfram Lehnert (Violine) und Stefanie Zimmermann (Orgel; Bonn) mit Werken von Bach, Fauré, Leclair und Satie in St. Joseph Heidkamp, So. 30.08.2026, 18 Uhr Kuhn-Orgel Eintritt jeweils frei(willig).
Dreifaltigkeit
28. Mai 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser, an diesem Sonntag feiern wir das Hochfest „Dreifaltigkeit“. Als Christen glauben wir wie Juden und Muslime an einen einzigen Gott, der sich uns aber in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat. Der Begriff „Person“ erschwert es heute vielen Menschen, sich zu einem solchen Glauben zu bekennen. Der Begriff „Person“ hat sich in all den Jahrhunderten geändert. Verstehen wir heute eine Person als eigenständiges Wesen gerade in der Abgrenzung zu anderen, d.h. darin wodurch sie sich vom anderen unterscheidet, so beschrieb der Begriff früher, wie Menschen in Beziehung standen. Die einzelne Person wurde als Teil eines Größeren verstanden. Gott hat das ganze All, die Gestirne, alle Lebewesen und den Menschen geschaffen. Er hat aber nicht nur alles ins Leben gerufen, sondern an diesem Leben teilgenommen. Er blieb nicht der stille Beobachter im Hintergrund, sondern ist selber Mensch in Jesus von Nazareth geworden. Nur deshalb können wir als Christen überhaupt davon reden, wie Gott zu uns Menschen ist. Und Gott will auf ewig mit uns Gemeinschaft haben. In seinen Gleichnissen und in seinem Leben bezeugt Jesus seine lebendige Beziehung zum Vater im Himmel, in die Jesus alle, die zu ihm gehören, kraft des Geistes hineinnehmen will. Das Geheimnis des dreifaltigen Gottes ist unendlich groß, trotzdem können wir seine Spuren in unserem Leben finden. Es ist nicht begreifbar, aber erlebbar, indem wir mit Liebe und Vertrauen auf Gott in unserem Leben setzen. So kann Gott durch den Geist in uns und unseren Beziehungen wirken. Gott wirkt in unserem Leben auf vielfältige Weise. ER ist der Vater, der an uns glaubt und Ursprung und Ziel unseres Lebens ist. ER ist der Sohn, der uns das Wesen Gottes offenbart hat und uns so den Weg zu Gott und den Menschen gezeigt hat. ER ist der Heilige Geist, die Liebe, die uns mit ihm und untereinander verbindet. Kraft des Geistes schenkt Gott uns irdischen Menschen schon Anteil an seinem göttlichen Leben. Keinen Tag leben wir ohne dieses beständige Wirken Gottes in unserer Welt. Ich wünsche uns allen, dass wir uns immer mehr mit unserem Leben in das Geheimnis der Dreifaltigkeit hineinnehmen lassen. Ihnen allen einen gesegneten Dreifaltigkeitssonntag! Ihr Winfried Kissel, Pfr.
© Anton Shuvalov, unsplash.com
Refrather Einkaufsgutscheine
23. Mai 2026
Das Team der Pfarrcaritas möchte gerne alleinstehende, von Altersarmut betroffene Frauen ab 70 Jahren unterstützen und bittet um Spenden von Einkaufsgutscheinen (10-50 €) der ansässigen Geschäfte (z.B. Rewe, Penny, DM, Rossmann, Aldi, Lidl etc.). Wenn Sie die Pfarrcaritas bei ihrem Vorhaben unterstützen möchten, können Sie die Gutscheine im Pastoralbüro abgeben oder diese dort in den Briefkasten werfen. Vielen Dank für Ihre Spenden!
Gemeinschaft stärken
21. Mai 2026
Liebe Gemeinde, Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, wird auch als der Geburtstag der Kirche bezeichnet. Fünfzig Tage nach Ostern feiern wir, dass Gottes Geist auf die Jünger herabkam und aus ängstlichen Menschen mutige Zeugen des Glaubens machte. Die Jünger hatten sich nach dem Tod Jesu zurückgezogen und die Türen verschlossen. Und gerade in diese Verschlossenheit hinein kommt Gottes Geist – wie ein Sturm, wie Feuer, wie neue Lebenskraft. Plötzlich finden die Jünger Worte; sie bekommen Mut und Hoffnung. Sie gehen hinaus und verkünden die Frohe Botschaft. Aus Angst wird Vertrauen, aus Schweigen wird Verkündigung, aus Unsicherheit wird Aufbruch. Viele Menschen erleben heute Verunsicherung. Kriege, gesellschaftliche Spannungen, Zukunftsängste und persönliche Sorgen belasten unser Leben. Nicht wenige fragen sich: Wo ist Gott in dieser Welt? Das heutige Fest will uns zeigen: Gott lässt uns nicht allein. Sein Geist wirkt auch heute. Er ist Gottes lebendige Gegenwart mitten unter uns. Pfingsten erinnert uns daran, dass Kirche mehr ist als ein Gebäude oder eine Institution. Kirche und Gemeinde lebt dort, wo Menschen sich vom Geist Gottes bewegen lassen. Dieser Geist kann neue Wege öffnen. Er schenkt Kreativität, Fantasie und Begeisterung. Auch wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist in uns wirkt. In Taufe und Firmung wurde er uns zugesagt. Pfingsten ist auch ein Fest der Erneuerung und des Aufbruchs. Vielleicht brauchen wir gerade heute diesen Geist besonders dringend – in unserer Kirche, aber auch in unserem persönlichen Leben. Wo sind Türen verschlossen? Wo haben sich Resignation oder Gleichgültigkeit breit gemacht? Bitten wir den Heiligen Geist, dass er unsere Herzen neu entzündet. Dass er unsere Gemeinschaft stärkt. Dass er uns Mut schenkt, Zeuginnen und Zeugen der Hoffnung zu sein. Möge Gottes Geist uns alle neu erfüllen mit seiner Liebe, seiner Freude und Kraft. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und frohes Pfingstfest. Ihr Rijo Puthuva
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