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Du wirst geliebt!
24. September 2026
Liebe Mitchristen, das Matthäusevangelium ist ja ein recht düsterer Text. Liest man das Evangelium vom heutigen Sonntag, fühlt man im ersten Augenblick nicht den „Ich-hab-Dich-lieb-Jesus“. Wenn jemandem gesagt wird, dass „eher Zöllner und Dirnen als Ihr in das Reich Gottes gelangen“, dann ist das schon mal eine Ansage. Man sollte beim Lesen solcher Texte immer im Hinterkopf haben, wann und für wen sie geschrieben wurden. Das Matthäusevangelium wurde um das Jahr 80, also nach der Zerstörung Jerusalems und des Jerusalemer Tempels geschrieben. Der Autor des Textes richtet sich an ein judenchristliches Milieu, welches sich aufmacht, um die Frohe Botschaft auch außerhalb des Volkes Israel zu verkünden, zu missionieren. Diesen inneren Konflikt (also das Alte, das Volk Israel, das Judentum) hinter sich zu lassen und sich einer neuen Gruppe von Menschen zu zuwenden, zieht sich wie ein roter Faden durch das Matthäusevangelium. Und dennoch ist auch das Matthäusevangelium ein Teil der Bibel, muss im Kontext der anderen biblischen Texte gesehen werden, steht auch in Verbindung mit der Aussage Gottes an den Menschen „Du wirst geliebt!“ An dieser Aussage entlang haben wir unsere zweite Auszeit St. Johann Baptist – Du wirst geliebt! geplant. Ich lade Sie und Euch dazu ein, dieser Liebe Gottes in den nächsten Tagen nachzuspüren! Entweder während unserer Auszeit-Angebote (Flyer liegen aus oder sind auf unserer Homepage einsehbar) oder zum Beispiel auch während des Erntedank- und Herbstfestes im Bethanien Kinderdorf, welches am 27. September stattfinden wird. Gott ist in dieser Welt. Er liebt uns. Liebe ist bedingungslos. Aber sie darf natürlich auch unser Tun hinterfragen, uns zur Umkehr aufrufen, uns dazu ermutigen, jeden Tag ein Stückchen besser zu werden. Du wirst geliebt! Armin Wirth, GR.
© Foto Bottenhorn: Gianni Proietti
Franziska König, Michael Bottenhorn – Barocke Klangbilder für Violine und Orgel
24. September 2026
Die Geigerin Franziska König und der Organist Michael Bottenhorn präsentieren Werke von Bach und Händel. Virtuose Violinkunst trifft auf französisch-symphonischen Orgelklang – ein festliches Programm, das barocke Meisterwerke in ihrer ganzen Ausdrucksfülle lebendig werden lässt. Sonntag, 11.10.2026 um 17 Uhr Pfarrkirche St. Johann Baptist, Kirchplatz 16, 51427 Bergisch Gladbach Eintritt: 15 € (10€ für Schüler/Studenten) Tickets jetzt schon online auf Bergisch-Live.de buchbar Vorverkauf im Pastoralbüro und Café Credo Programm J. S. Bach (1685-1750): Sonate in A-Dur BWV 1015 für Violine und Continuo ohne Titel) Allegro Andante un poco Presto Charles Tournemire (1870-1939): Fantaisie-Improvisation „Ave maris stella“ für Orgel J. S. Bach: Chaconne für Violine Solo BWV 1004 Louis Vierne (1870 - 1937): Finale aus der 1. Symphonie für Orgel Georg Friedrich Händel (1685-1759): Sonate in E-Dur für Violine und Continuo HWV 373 Adagio Allegro Largo Allegro
© R. Laudenberg
„Wir müssen das weitermachen!“
17. September 2026
150 Sängerinnen und Sänger erleben beim Chortag „Bergisch singt!“ Gemeinschaft über Gemeindegrenzen hinweg BERGISCH GLADBACH. „Wir müssen das weitermachen!“ Mit dieser beherzten Forderung einer Sängerin endete am 12. September ein rund neunstündiger Chortag, der die Erwachsenenchöre der fünf Seelsorgebereiche der künftigen Pastoralen Einheit Bergisch Gladbach erstmals in dieser Form zusammenführte. Im modernen Refrather Gemeindezentrum wurde gemeinsam gesungen, geprobt, gelacht, gegessen und erzählt. Rund 150 Sängerinnen und Sänger aus den derzeit noch sieben Pfarreien waren der Einladung zu „Bergisch singt!“ gefolgt. Dabei zeigte sich schnell: Wo die Sprache der kirchlichen Strukturen bisweilen kompliziert wird, kann Musik unmittelbar verbinden. Die Sängerinnen und Sänger begegneten einander als Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen: gemeinsam zu singen. Unter der Leitung der fünf Seelsorgebereichsmusiker erarbeitete die Gruppe ein vielseitiges Programm. Es reichte vom 100. Psalm Felix Mendelssohn Bartholdys über zeitgenössische Chormusik bis hin zu hymnischer englischer Chorliteratur. Dabei lernten die Teilnehmenden nicht nur unterschiedliche Kompositionen kennen, sondern auch die Arbeitsweisen, Gestik und den Humor von gleich fünf verschiedenen Chorleitern. Dass diese selbst Freude an der gemeinsamen Arbeit hatten, war dabei deutlich zu spüren. Auch organisatorisch lebte der Tag vom Engagement der Chöre selbst. Viele Helferinnen und Helfer kamen aus den eigenen Reihen. Wie groß die Eigeninitiative war, zeigte sich nicht zuletzt am üppigen Mitbringbuffet. Das Refrather Café Credo steuerte eine kräftige Suppe bei. Bei heiterem Wetter wurde kurzerhand der gesamte Kirchenplatz zum gemeinsamen Speisesaal. Rund 150 gut gelaunte Chorsängerinnen und Chorsänger saßen und standen dort zusammen, plauderten und ließen es sich schmecken. Den geistlichen Höhepunkt bildete das musikalische Abendlob in St. Johann Baptist. Vor gut besuchter Kirche erklang die tagsüber einstudierte Chormusik, eingebettet in Schriftwort, Stille und Gebet. Dem Abendlob stand Pfarrer Dr. Axel Hammes, Chorpräses in Bensberg, vor. Er verwies auf die besondere Weise, in der Musik und besonders der gemeinsame Gesang einen Bezug zu Gott herstellen können. Durch das Musizieren in Verbundenheit „stiftet dichte Mehrstimmigkeit kein babylonisches Chaos, sondern Fülle und Glanz“. Mit Blick auf den Enthusiasmus des Projektchores bezeichnete Hammes die Sängerinnen und Sänger als „Avantgarde des gemeinsamen Aufbruchs“. Der Tag machte erfahrbar, was gemeinsames kirchliches Leben jenseits von Strukturen und Zuständigkeiten bedeuten kann: Begegnung, musikalische Qualität, Freude und die Erfahrung, dass Verschiedenheit bereichern kann. So war es nur folgerichtig, dass der Tag nach dem Schlusssegen noch nicht ganz zu Ende war. Bei Kölsch und angeregten Gesprächen wurde der Abend in heiterer Runde verlängert. „Wir müssen das weitermachen!“ Viel mehr musste am Ende eigentlich nicht gesagt werden. Martin Meyer Seelsorgebereichsmusiker in Bensberg-Moitzfeld
Gemeinschaft und Begegnung
17. September 2026
Liebe Schwestern und Brüder, an diesem Sonntag hören wir im Evangelium, wie ein Gutsbesitzer mehrmals am Tag hinaus geht, um Arbeiter für seinen Weinberg zu suchen. Einige beginnen früh am Morgen, andere später, manche sogar erst in der letzten Stunde. Am Abend erhalten alle denselben Lohn. Diejenigen, die den ganzen Tag gearbeitet haben, fühlen sich benachteiligt. Jesus zeigt uns in diesem Gleichnis jedoch eine andere Dimension von Gerechtigkeit: die Güte Gottes und seine barmherzige Liebe. Heute dürfen wir dankbar auf ein besonderes Ereignis schauen: Wir feiern das 100jährige Bestehen der St. Hubertus Schützenbruderschaft Refrath. Ein ganzes Jahrhundert bedeutet viele Generationen, viele Begegnungen, viele Feste, aber auch Zeiten der Herausforderung und des Neuanfangs. Wenn wir auf diese hundert Jahre zurückblicken, dürfen wir vor allem dankbar sein für die Menschen, die den Schützenverein aufgebaut, weitergeführt und mit Leben erfüllt haben. Viele haben ihre Zeit und ihre Kraft geschenkt, Verantwortung übernommen, Feste organisiert und Gemeinschaft gestaltet. Generationen wurden miteinander verbunden, Freundschaften sind entstanden und Traditionen wurden weitergegeben. Ebenso begehen wir heute den Caritassonntag. Das Wort „Caritas“ bedeutet Nächstenliebe. Für uns Christen ist Caritas nicht einfach eine soziale Aufgabe unter vielen. Sie gehört zum Wesen unseres Glaubens und setzt ihn in die Tat um. Gottes Liebe gilt allen Menschen, besonders denen, die in Not sind und Hilfe brauchen. Wir sind aufgefordert, diese Not wahrzunehmen und zu lindern. Caritas beginnt deshalb mit offenen Augen und einem offenen Herzen für unsere Mitmenschen. Unsere Gemeinde soll ein Ort sein, an dem Menschen erfahren: Ich bin nicht allein. Ich werde gesehen. Ich bin willkommen. Ich wünsche der Schützenbruderschaft ein frohes und gesegnetes Jubiläum mit vielen guten Begegnungen. Und unserer Gemeinde eine lebendige, offene und von der Nächstenliebe geprägte Zukunft. Ihr Rijo Puthuva
Vergebung
10. September 2026
Liebe Leserinnen und Leser, Hand aufs Herz! – Wir alle leben doch von der Vergebung: Ein Kind, das sich nicht an die familiären Spielregeln gehalten hat und mit zerknirschtem Gesichtsausdruck zu seiner Mutter eilt, wartet doch darauf, dass sie es in den Arm nimmt und sagt: »Es ist wieder gut. Ich bin dir nicht mehr böse.« Ein Jugendlicher, der Blödsinn gemacht hat und der nach Bekanntwerden seines Fehltritts mit hängenden Schultern und geneigtem Haupt vor seinem Vater steht, sehnt sich doch danach, dass er ihm auf die Schulter klopft oder über sein Haupt streichelt und ihm zuspricht: »Ich verzeihe dir.« Wenn Eltern betroffen bemerken, dass sie ihren Kindern in der Vergangenheit nicht die Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegengebracht haben, die sie gebraucht hätten, wenn ein Partner reumütig erkennt, dass er sich in der letzten Zeit kaum um seine Partnerin gekümmert und ihr gegenüber nur Egoismus an den Tag gelegt hat, wenn einem Arbeitskollegen schmerzlich klar wird, dass er sein Team durch sein Fehlverhalten in Probleme gestürzt und das Arbeitsklima vergiftet hat, ja, wenn jemand anderen gegenüber um seine Schuld weiß und daran leidet, dann ist in ihm eine quälende Sehnsucht nach Vergebung lebendig. Wenn wir doch alle letztlich von der Vergebung leben, dann lasst sie uns doch üben und schenken! Wer nachtragend bleibt, hat zudem auf die Dauer viel mit sich herumzuschleppen! Überall dort, wo vergeben wird, wird etwas von Gottes Liebesmacht erfahrbar, die uns zu einem neuen Leben einlädt und befreit. Vielleicht haben Sie jetzt gerade einen bestimmten Menschen im Sinn, von dem Sie wissen oder zumindest ahnen, dass er oder sie sich danach sehnt, dass Sie ihm oder ihr zusprechen: »Ich vergebe dir.« Wer Vergebung übt, der schafft für sich und für andere einen neuen Anfang. Und einen solchen neuen Anfang dürfen und sollen wir einander immer und immer wieder schenken. Denn schließlich leben wir doch alle von der Vergebung. Davon spricht Jesus an diesem Sonntag im Evangelium. Ich wünsche Ihnen allen einen frohen und gesegneten Sonntag! Ihr Winfried Kisssel, Pfr.
Gar nicht so einfach
3. September 2026
Liebe Leserinnen und Leser! Nun hat die Schule wieder begonnen, und auch in unserer Gemeinde ist die Sommerpause zu Ende. Pünktlich dazu lesen wir an diesem Wochenende eine Verhaltensanweisung Jesu, wie man miteinander umgehen soll, wenn in der Gemeinde etwas schiefläuft. Was tun, wenn einer sich falsch verhält? Es wird kein konkretes Beispiel genannt, es heißt nur „wenn dein Bruder sündigt“. Das kann alles Mögliche sein, nehmen wir als Beispiel mal einen Ehebruch. Im Normalfall versucht man, das erst mal zu ignorieren: „Das hört schon irgendwie von alleine auf.“ Tut es eher nicht. Dann gibt es eine ebenfalls häufig gewählte Reaktion: man fängt an, darüber zu reden. Hinterrücks, so dass der oder die Betreffende keine Stellung beziehen kann. Auch das wird das Problem sicher nicht lösen, sondern eher durch Gerüchte verschärfen. Jesus zeigt eine Alternative: sprich denjenigen an! „Weise ihn unter vier Augen zurecht.“ Wenn er darauf nicht reagiert, soll man einen anderen hinzuziehen, wenn er sein Verhalten immer noch nicht ändert, dann und erst dann soll man die Sache der Gemeinde vorlegen. Klingt gut. Aber wie selten schaffen wir es, so zu handeln! Jemanden direkt auf ein Fehlverhalten anzusprechen, ist schwierig. Sich (gemeinsam) über jemanden aufzuregen, ohne ihm das zu sagen, ist viel einfacher. Es ist nur leider nicht besonders zielführend. Jedenfalls wenn das Ziel ist, dass die Person ihr Verhalten ändert, damit man wieder besser und vertrauensvoller zusammenleben und -arbeiten kann. In diesem Fall gibt es keinen anderen Weg als die direkte Ansprache. Den Mut dazu sollten wir aus dem Bewusstsein bekommen, dass wir als Gemeinde Jesu zusammengehören. Eine fromme Utopie? Ich hoffe nicht. Herzliche Grüße Sr. Barbara
Glaube, Hoffnung, Liebe
20. August 2026
Liebe Gemeinde, „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Mit dieser Frage Jesu werden wir in die Mitte unseres Glaubens geführt. Wir können vieles über Jesus wissen. Aber irgendwann genügt das Wissen nicht mehr. Wir sind zu einer Antwort aus dem Glauben aufgefordert: Wer ist Jesus Christus für mich? Welche Bedeutung hat er in meinem Leben? Petrus gibt eine klare Antwort: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Er erkennt in Jesus den von Gott gesandten Messias. Jesus Christus ist derjenige, in dem Gott selbst uns nahekommt. Unser Glaube besteht deshalb nicht zuerst aus Regeln und Vorschriften. Er lebt von einer Beziehung. Wir glauben nicht an etwas, sondern an jemanden, an eine Person. Wir dürfen Jesus Christus unser Leben anvertrauen. Und dieses Vertrauen kann uns tragen in allen Situationen und Herausforderungen unseres Lebens. Jesus verbindet das persönliche Glaubensbekenntnis des Petrus mit einer Aufgabe für die Gemeinschaft: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.“ Kirche ist nicht in erster Linie eine Institution oder ein Gebäude. Kirche sind Menschen, die sich von Jesus Christus rufen lassen, aus dem Glauben an ihn leben und miteinander auf dem Weg sind. So ist auch unsere Gemeinde dort lebendig, wo wir unseren Glauben miteinander teilen, füreinander da sind und Christus in unserem Alltag sichtbar werden lassen. Jede und jeder von uns kann dazu beitragen, dass unsere Gemeinde ein Ort ist, an dem Menschen etwas von Gottes Liebe spüren. Das heutige Evangelium lädt uns ein, unser persönliches Glaubensbekenntnis neu zu entdecken: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Dieses Bekenntnis ist nicht nur ein Satz, den wir sprechen. Es möchte unser Leben prägen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen gesegneten Sonntag und die Erfahrung, dass Jesus Christus uns auf unserem Weg begleitet. Mögen wir mit ihm zu Menschen werden, die aus dem Glauben, aus der Hoffnung und aus der Liebe leben. Ihr Rijo Puthuva
© Foto: Jutta Sieverding
Gut gedacht, gut gemacht und täglich gebraucht
17. August 2026
Zur Sakristei unserer Pfarrkirche St. Johann Baptist gehören eine Abstellkammer, ein Raum mit Wandschränken als Umkleide für die Messdienerinnen und Messdiener und eine Nasszelle, verbunden durch einen Flur. Die Wände wurden letztes Jahr neu gestrichen und die Toilette samt Vorraum komplett saniert. Zu diesem Zweck musste unter anderem auch die Garderobe im Flur abgeschraubt werden. Alexander Nix kam auf die Idee, sie rundum neu zu gestalten. Er schlug vor, es so zu verändern, dass ein Teil dazu dient, die Messdiener-Plaketten daran aufzuhängen, der andere wird weiter als Garderobe nutzbar sein. Wir Küsterinnen freuten uns über diesen Vorschlag und waren gespannt auf das Ergebnis. Alexander Nix schliff, teilte und ölte das Holzbrett. Er brachte die Metallhaken für Jacken, Taschen und Anoraks an das eine Stück wieder an. Es hängt an der Wand im Flur. An das zweite Teil wurden passende Holzknöpfe geschraubt und neben einem Wandschrank aufgehängt, sodass die Messdiener-Plaketten gut erreichbar sind. Dankesehr, lieber Alexander, für diese schöne, uns bereichernde ehrenamtliche Arbeit, die still und weitgehend unbemerkt geleistet wurde!
© Foto: Gosia Höller
Maria, die Kräuter und die Sache mit dem Grab
15. August 2026
Heute ist Mariä Himmelfahrt und da wird es in der Kirche nicht nur himmlisch, sondern auch ziemlich krautig-duftig. Was feiern wir eigentlich an Mariä Himmelfahrt? Nach katholischem Glauben wurde Maria am Ende ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. Ob sie zuvor tatsächlich gestorben ist, lässt die kirchliche Lehre offen. Die alte Tradition spricht von ihrem „Entschlafen“ (lateinisch: Dormitio), also Sterben und Bestattung, vermutlich wie bei Jesus in einem begehbaren Grab. Der Brauch der Kräuterweihe ist vor allem mit einer alten Legende verbunden: Als die Apostel nach Marias Tod ihr Grab öffneten, soll ihnen ein wunderbarer Duft von Blüten und Kräutern entgegengekommen sein. Marias Körper fehlte dagegen. Daraus entwickelte sich der Brauch, rund um Mariä Himmelfahrt Kräuter zu sammeln, zu Sträußen zu binden und im Gottesdienst segnen zu lassen. Dabei geht es nicht nur um hübsche Blumensträuße: Kräuter galten seit jeher als wertvolle Gaben der Schöpfung und als Heilmittel. Im Segen wird ihre Heilkraft symbolisch dem ganzen Menschen zum Heil zugesprochen. Kurz gesagt: Heute geht’s hoch hinaus. In allen Heiligen Messen an diesem Wochenende dürfen Sie sich Kräuter segnen lassen. Zum Weiterlesen: Mariä Himmelfahrt für Kinder erklärt Wo die Gottesmutter einst "entschlafen" sein soll Mariä Himmelfahrt, ein kleines Osterfest mitten im Hochsommer
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