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© Gosia Höller
Besonderer Kirchenschatz on tour
13. Juni 2026
Unsere Pfarrei besitzt eine eigene Reliquie des Hl. Antonius von Padua. Da sie sich in einem tragbaren Reliquiar befindet, kann sie an seinem Gedenktag (heute!) in die Liturgie einbezogen werden. Außerdem wurden heute die traditionellen Antonius-Lilien gesegnet. Mehr über den Heiligen und das Lilienwunder sind in den verlinkten Artikeln zu finden.
Fußball WM
11. Juni 2026
Liebe Mitchristen, es ist Fußball-Weltmeisterschaft, ob Sie wollen oder nicht. Alle vier Jahre findet dieses sportliche Großereignis statt. Früher (also bis 2014) war es ein Turnier, welches in Deutschland die Menschen bewegt hat. Spätestens seit den Weltmeisterschaften in Russland (2018), Katar (2022) und jetzt in USA, Mexiko und Kanada lässt das Interesse jedoch nach und immer mehr kritische Fragen tauchen auf. - Außerdem hat Deutschland natürlich auch die letzten beiden Turniere ordentlich versiebt. Eine Fußballmannschaft besteht ja aus elf Spielern. Jesus hingegen hatte seine zwölf Jünger, welche er im heutigen Evangelium aussendet, denn „die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ – Es wäre sicherlich zu viel Verantwortung, die man den elf DFB-Spielern (plus dem restlichen Kader) auflädt, wenn man sagt, dass sie nicht nur die WM gewinnen, sondern, dass sie auch für eine positive Stimmung in Deutschland sorgen sollen. 2006 gelang dies bei der WM im eigenen Land. Auch in dieses Turnier damals gingen die Deutschen nur mit wenig Hoffnung (man denke nur an das 1:4 gegen Italien im Vorfeld). – Doch dann verdrängte pünktlich zum WM-Start der Sommer das wechselhafte Wetter und die DFB-Elf gewann ihre Spiele (bis wieder Italien im Weg stand). Ich würde mir für Deutschland wieder solch einen Sommer wünschen!!! Mit positiver Energie, mit Lust am Leben, mit Freude und wegen mir auch mit Deutschlandfahnen. Denn es gibt einen schmalen aber eindeutigen Unterschied zwischen (positivem) Patriotismus und (negativem) Nationalismus. Während letzterer ausschließt, betont erster das Gute. Und es gibt viel Gutes an und in Deutschland. Überlassen wir es nicht den Nationalisten und freuen uns trotzdem mit den Elf, die hoffentlich unseren WM-Sommer gestalten werden. – Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein, werden wir Weltmeister sein! Mit sommerlichen Grüßen Armin Wirth (GR)
© Gosia Höller
Kein Beichtstuhl? Macht nichts!
10. Juni 2026
Jeden Samstag um 17.15 Uhr vor der Vorabendmesse verwandelt sich der Kolpingraum in St. Elisabeth in einen Beichtraum. Wegweiser, Kerze, Stola und Kreuz schaffen einen geschützten Ort für das Sakrament der Versöhnung.
© Ester Nothelfer
Wäschetag in der Kirche?
5. Juni 2026
Weil es in der Pfarrkirche keine Wäscheleine gibt, muss das Chorpodest manchmal herhalten: Nach ihrem Einsatz während des gesamten Osterfestkreises werden die Friedensfahne und die Vatikanflaggen zunächst getrocknet, bevor sie wieder eingelagert werden. Die gelb-weißen Farben sind übrigens kein Zufall: Sie sind die Farben des Vatikanstaates und stehen für die Verbundenheit mit Papst und Weltkirche. Anlass zum Feiern gibt es heute trotzdem: das Fest des Hl. Bonifatius, Namenspatron von Pfr. Kissel.
Über Kranke und Gesunde
5. Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser! Stellen Sie sich vor, Sie sind krank und brauchen dringend ein Medikament. Doch Sie bekommen keinen Termin, denn die Sprechstundenhilfe sagt: „Tut mir leid, aber Sie sind zu krank. Der Doktor verschreibt keine Medikamente mehr, er berät nur noch gesunde Patienten bei der Auswahl ihrer Nahrungsergänzungsmittel.“ Wäre das nicht absurd? Nicht die Gesunden brauchen doch den Arzt, sondern die Kranken! Das ist es, was Jesus im Evangelium zu den Pharisäern sagt. Die wundern sich nämlich darüber, dass er mit „Zöllnern und Sündern“ Mahl hält. Aber zu denen ist Jesus gesandt: er will die Sünder rufen, nicht die Gerechten. Die Pharisäer würden sich selber wohl als gerecht bezeichnen – aber sind sie es? Und was ist mit uns? Teilen wir nicht auch oft genug die Menschen in die Gerechten und die Sünder ein? Natürlich wissen wir, dass wir alle in Jesus erlöst sind – und trotzdem immer wieder sündigen. Jede/r von uns ist also sowohl gerecht als auch sündig. Hätte Jesus also mit uns Mahl gehalten? Ich denke ja! Er kehrt bei jedem ein, der ihn aufnimmt. Unsere Kirche sieht das anders. Sie weiß genau, wer zu sündig ist, bzw. “in Sünde lebt“ und daher nicht mit Jesus Mahl halten kann. Die Pharisäer haben wenigstens verwundert gefragt, doch unsere Kirche ist sich ganz sicher. So sicher, dass sie es tatsächlich verbindlich vorschreibt, wer Jesus in der Eucharistie empfangen darf und wer nicht. Wie die Sprechstundenhilfe, die am Tresen sortiert: „Tut mir leid, aber Sie sind zu krank. Werden Sie erstmal gesund, vorher kann ich sie leider nicht zum Doktor durchlassen!“ Ist das nicht absurd? Fragende Grüße Sr. Barbara
© Gosia Höller
Mehr als nur schöne Gegenstände
3. Juni 2026
Jedes Teil hat seine Aufgabe: Vor Fronleichnam wird nichts dem Zufall überlassen. Der „Himmel“ schützt die Monstranz mit dem Allerheiligsten, das Schultervelum gehört zur eucharistischen Prozession, Kelch und Hostienschale kommen schon in der Festmesse zum Einsatz, und die Fahnen machen den Festcharakter der Prozession sichtbar. Warum das alles so ist, ist hier nachzulesen.
Fronleichnam
31. Mai 2026
Herzliche Einladung zur Mitfeier der Heiligen Messe an Fronleichnam mit anschließender Prozession und Begegnung beim gemeinsamen Umtrunk. Bei ungünstiger Witterung schließt die Feier mit dem eucharistischen Segen in der Pfarrkirche. Prozessionsweg: Kirchplatz – Neuer Traßweg – An der Wallburg – Alter Traßweg – Dolmanstraße – Siebenmorgen – Kirchplatz – St. Johann Baptist Livestream, Textheft
Bergisch Gladbacher Orgelsommer: 31.05.-30.08.2026
30. Mai 2026
Der Bergisch Gladbacher Orgelsommer geht in sein drittes Jahr. Was 2024 als Kooperation begann, ist inzwischen fester Bestandteil des kirchenmusikalischen Lebens: Die fünf Seelsorgebereichsmusiker der Stadt organisieren den Zyklus gemeinsam und zeigen, wie Zusammenarbeit in der Pastoralen Einheit klingt. Der Orgelsommer wandert auch 2026 durch verschiedene Kirchenräume mit unterschiedlichen Instrumenten, Handschriften und Klangfarben. Vertraute Orte, neu gehört, renommierte teils internationale Künstler zu Gast im Bergischen. Die Reihe spannt einen Bogen von Barock über große Choralkunst bis hin zu symphonischen und klanglich offenen Programmen wie Filmmusik: mit CONCERT ROYAL, Köln (Karla Schröter, Barockoboe und Nelson Lee, Orgel) mit Werken "Zwischen Barock und Frühklassik. Von Cabanilles, Bach, Krebs u.a." in St. Johann Baptist Refrath, So. 31.05.2026, 17 Uhr, Schulte-Potthoff-Orgel einem Abend zum Thema "Die Kunst der Choralbearbeitung. Johann Sebastian Bachs 18 Leipziger Choräle" mit Junhui Oskar Liao (Leverkusen; in Kooperation mit der HfMT Köln) in St. Clemens Paffrath, Sa. 20.06.2026, 19.30 Uhr Scholz-Orgel Karol Mossakowski (Titularorganist an St. Sulpice, Paris) mit Werken von Reger, Widor, Alain und Improvisation in St. Laurentius, So. 28.06.2026, 19.30 Uhr Klais-Orgel Domorganist Balthasar Baumgartner (Osnabrück) mit Werken von Bach, Vierne, Williams/Feller (Star Wars) in St. Nikolaus Bensberg, So. 05.07.2026, 17 Uhr Rieger-Orgel sowie Wolfram Lehnert (Violine) und Stefanie Zimmermann (Orgel; Bonn) mit Werken von Bach, Fauré, Leclair und Satie in St. Joseph Heidkamp, So. 30.08.2026, 18 Uhr Kuhn-Orgel Eintritt jeweils frei(willig).
Dreifaltigkeit
28. Mai 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser, an diesem Sonntag feiern wir das Hochfest „Dreifaltigkeit“. Als Christen glauben wir wie Juden und Muslime an einen einzigen Gott, der sich uns aber in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat. Der Begriff „Person“ erschwert es heute vielen Menschen, sich zu einem solchen Glauben zu bekennen. Der Begriff „Person“ hat sich in all den Jahrhunderten geändert. Verstehen wir heute eine Person als eigenständiges Wesen gerade in der Abgrenzung zu anderen, d.h. darin wodurch sie sich vom anderen unterscheidet, so beschrieb der Begriff früher, wie Menschen in Beziehung standen. Die einzelne Person wurde als Teil eines Größeren verstanden. Gott hat das ganze All, die Gestirne, alle Lebewesen und den Menschen geschaffen. Er hat aber nicht nur alles ins Leben gerufen, sondern an diesem Leben teilgenommen. Er blieb nicht der stille Beobachter im Hintergrund, sondern ist selber Mensch in Jesus von Nazareth geworden. Nur deshalb können wir als Christen überhaupt davon reden, wie Gott zu uns Menschen ist. Und Gott will auf ewig mit uns Gemeinschaft haben. In seinen Gleichnissen und in seinem Leben bezeugt Jesus seine lebendige Beziehung zum Vater im Himmel, in die Jesus alle, die zu ihm gehören, kraft des Geistes hineinnehmen will. Das Geheimnis des dreifaltigen Gottes ist unendlich groß, trotzdem können wir seine Spuren in unserem Leben finden. Es ist nicht begreifbar, aber erlebbar, indem wir mit Liebe und Vertrauen auf Gott in unserem Leben setzen. So kann Gott durch den Geist in uns und unseren Beziehungen wirken. Gott wirkt in unserem Leben auf vielfältige Weise. ER ist der Vater, der an uns glaubt und Ursprung und Ziel unseres Lebens ist. ER ist der Sohn, der uns das Wesen Gottes offenbart hat und uns so den Weg zu Gott und den Menschen gezeigt hat. ER ist der Heilige Geist, die Liebe, die uns mit ihm und untereinander verbindet. Kraft des Geistes schenkt Gott uns irdischen Menschen schon Anteil an seinem göttlichen Leben. Keinen Tag leben wir ohne dieses beständige Wirken Gottes in unserer Welt. Ich wünsche uns allen, dass wir uns immer mehr mit unserem Leben in das Geheimnis der Dreifaltigkeit hineinnehmen lassen. Ihnen allen einen gesegneten Dreifaltigkeitssonntag! Ihr Winfried Kissel, Pfr.
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