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© Gosia Höller
Naschen erlaubt!
10. Juli 2026
Jedes Jahr dasselbe: Die beiden Blutkirschpflaumen (Prunus cerasifera ‘Nigra’) im kleinen Garten rund um die Alte Kirche hängen voller Früchte, und fast niemand pflückt sie. Wahrscheinlich halten viele sie für reine Ziergehölze. Das "Blut" im Namen bezieht sich übrigens auf die dunklen Blätter. Dabei dürfen die Früchte gerne geerntet werden. Wer etwas Geduld hat, wird im Spätsommer belohnt, wenn Kirschen längst aus den Obstregalen verschwunden sind und die Zwetschgensaison erst beginnt. Ein kleiner Tipp: Nicht von der roten Farbe täuschen lassen. Rot sind die Früchte schon früh, wirklich reif sind sie meist erst im August-September. Besonders gut lassen sie sich auch zu Marmelade verarbeiten. Es wäre doch schade, wenn die Früchte ungenutzt zu Boden fielen. Schließlich gehört auch der bewusste Umgang mit den Gaben der Schöpfung zum Glauben dazu. Also: Körbchen mitbringen, Früchte probieren und gerne auch zur Dienstagabendmesse bleiben.
Sommerferien
9. Juli 2026
Liebe Mitchristen, anbei ein paar Wünsche an die Zeit der Sommerferien: Möge es eine gute Zeit sein, eine Zeit in der wir neue, interessante Menschen kennenlernen, in der wir anderen Kulturen begegnen, in der wir aber auch Liebes, Altes hegen und pflegen und vielleicht sogar wiederentdecken. Möge es eine Zeit sein, in der wir Gott begegnen, in unseren Mitmenschen, in der Schöpfung und in uns. Möge es eine Zeit für leckeres Essen und kühle Getränke sein, eine Zeit um die Füße ins Wasser zu halten und auf Berge zu steigen. Möge es eine Zeit mit Sonne aber ohne Hitze sein – Und nachts auch schon mal einem Regenschauer für die Natur. Möge es eine Zeit der Erholung sein. Der Erholung mit Sport, mit einem guten Buch oder einem guten Film, mit Stille oder der Möglichkeit zu feiern, mit lieben Menschen und mit der Ruhe in uns, mit Erholung im Wald oder in der Stadt. Möge es eine Zeit mit langen, guten Gesprächen sein. Und mit der Möglichkeit auszuschlafen. Möge es eine Zeit sein, in der man einfach nur dasitzt und nichts tut. Möge es eine Zeit sein, in der man sich auch mal was gönnt und in der man sich nicht (allzu viel) ärgert. Möge es eine Zeit des Friedens sein. Und eine Zeit in der wir erkennen, wie toll unser Land (trotz seiner Fehler) ist (und keine Alternative braucht). Möge es eine Zeit sein, in der wir Gefühle zulassen, in der wir mit dem Herzen sehen. Möge es eine bunte Zeit sein. Möge es eine Zeit mit Vogelgezwitscher und wenigen Mückenstichen sein. Möge es eine Zeit sein, in der wir Gottes Gegenwart in der Welt entdecken und spüren. In der wir dankbar für unser Leben und die Schönheit der Schöpfung sind. Und in der wir versuchen die Schöpfung zu hegen und zu pflegen. Denn es gibt keine Erde 2.0. Möge es eine Zeit sein, in der wir unseren Nächsten und unsere Nächste lieben wie uns selbst. - Und möge uns am Ende der Sommerferien die Straße wieder zusammenführen und der Wind in unserem Rücken sein. Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand. Mit sommerlichen Grüßen, Armin Wirth, GR.
© Ester Nothelfer
Fanta Vier in der Kapelle von St. Elisabeth
8. Juli 2026
Wer den Altarraum der Kapelle St. Elisabeth aufmerksam betrachtet, entdeckt vier geschnitzte Männergestalten. Es sind die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes – die Verfasser der vier Evangelien. Wer jetzt allerdings Löwe, Adler, Stier oder Engel sucht, wird überrascht: Die berühmten Evangelistensymbole fehlen hier. Normalerweise helfen genau diese Attribute dabei, die vier auseinanderzuhalten. In der christlichen Kunst steht der Engel für Matthäus, der Löwe für Markus, der Stier für Lukas und der Adler für Johannes. Unsere Figuren verzichten jedoch auf diese eindeutigen Erkennungszeichen. Dadurch wirken sie fast wie eine Gemeinschaft, in der nicht der Einzelne, sondern ihre gemeinsame Botschaft im Mittelpunkt steht. Übrigens sind die vier keine ursprünglichen Bewohner der Kapelle St. Elisabeth. Früher standen sie in der Pfarrkirche und fanden erst später ihren heutigen Platz im Altarraum der Kapelle. Vielleicht waren in der Pfarrkirche die Attribute noch dabei?
Achtung: Heuler in der Pfarrkirche?
7. Juli 2026
Keine Angst, in unserer Pfarrkirche sind keine Seehundbabys eingezogen. „Heuler“ nennen Orgelbauer ungewollt dauerhaft klingende Pfeifen. Nach der umfangreichen Überholung unserer Orgel in der Pfarrkirche können solche kleinen Begleiterscheinungen auftreten, bis sich die neu garnierten Klaviaturen und andere Bauteile an das Raumklima gewöhnt haben. Die Orgelbaufirma schaut deshalb bei Bedarf noch einmal vorbei. Ansonsten gilt: Die Orgel ist wieder einsatzbereit. Manuale und Pedal wurden grundlegend überarbeitet, Prospektpfeifen und Zungenregister nachintoniert und gestimmt. Dem nächsten Gottesdienst steht also nichts mehr im Wege.
„Unmündig - ich?!“
2. Juli 2026
Liebe Leserinnen und Leser! Eine unserer koreanischen Schwestern erzählte einmal von einem kuriosen Missverständnis: jemand wollte ihr ein Kompliment machen und nannte sie „schlau“. Sie kannte das Wort damals noch nicht so richtig, assoziierte die schlaue Schlange in der Schöpfungserzählung der Bibel - und war tief gekränkt! So geht es mir beim Evangelium dieses Sonntags. Da heißt es, dass Gott seine Offenbarung den Unmündigen zuteilwerden lässt, vor den Weisen und Klugen bleibt sie verborgen. Ich mag die Stelle nicht! Ich will nicht unmündig sein, ich bin doch kein Kind mehr! Okay, weise bin ich jetzt auch nicht, aber klug? Es wäre schon schön, wenn man das im Laufe des Lebens würde, oder? Jedes Mal stolpere ich erstmal über diese Begriffe! Dabei muss man doch sehen, dass es Jesus ist, der das sagt. Er verkündet den Menschen die frohe Botschaft von der Liebe Gottes. Dabei wendet er sich an alle Menschen, doch es sind besonders die „kleinen Leute“, die sich ihm öffnen. Fünf der Apostel waren vorher Fischer: als er sie rief, ließen sie sofort ihre Netze liegen und folgten ihm – sie hatten nicht viel zu verlieren und konnten das Abenteuer unbefangen wagen. Die vielen Kranken, die alles mögliche unternehmen, um zu ihm zu gelangen – haben gar nichts mehr zu verlieren. Sie vertrauen ihm blind, oft im wahrsten Sinne des Wortes. Sie alle sind die „Unmündigen“, keine Kinder, nicht dumm oder noch nicht so ganz zurechnungsfähig. Aber sie sind offen für die neue Botschaft und voll Vertrauen gegenüber Gott. Damit erweisen sie sich als seine Kinder. Die Pharisäer und Schriftgelehrten dagegen stehen in der Mehrzahl der neuen Botschaft skeptisch gegenüber und lehnen sie schließlich ganz ab. Sie gelten als die Weisen und Klugen. Doch sie sind sich so sicher, die Wahrheit längst zu besitzen, dass sie nicht in der Lage sind, sie zu erkennen und zu empfangen, wenn sie in einer neuen Gestalt kommt. Bleibt wieder die Frage: wo sind wir in diesem Evangelium? Haben wir die Wahrheit schon gepachtet? Oder können wir uns vertrauensvoll dem öffnen, was Gott uns heute für unser Leben sagen will? Vertrauensvolle Grüße Sr. Barbara
© Thomas Bodenmüller
Pfarrkirchenorgel macht Pause
29. Juni 2026
Die Orgel in der Pfarrkirche hat heute ihre Tastaturen abgegeben. Sie werden gerade neu "garniert", gereinigt un düberarbeitet. Bis zur Rückkehr werden die Gottesdienste in der Pfarrkirche auf dem Klavier begleitet.
© Foto: Clay Banks, unsplash.com
Priesterliche Rufbereitschaft für die Sakramentenspendung in Notfällen
26. Juni 2026
Ab dem 03. Juli 2026 gibt es in der Pastoralen Einheit Bergisch Gladbach eine priesterliche Rufbereitschaft für die Sakramentenspendung in Notfällen. Für diese Notfälle wurde die Telefonnummer 02202 283828 eingerichtet, unter der ein Priester der Pastoralen Einheit erreicht werden kann. Alle Priester der Pastoralen Einheit versehen diesen Dienst abwechselnd eine Woche lang. Sie versuchen bei einem Notruf schnellstmöglich bereit zu stehen. Winfried Kissel, Pfarrer
Auszeit 2026
26. Juni 2026
Du wirst geliebt So, 27.09.2026: 10 Uhr, Hl. Messe in der Pfarrkirche, mit Eröffnung der Projektwoche "Auszeit" 19.30 Uhr, "Im grünen Herzen Afrikas" – Unterwegs in Uganda und Ruanda zu unserer Partnergemeinde in Save. Ein Abend im Gemeindezentrum mit Bildern, Berichten, Infos und kleinen Kostproben aus der afrikanischen Küche Mo, 28.09.2026: 19 Uhr, "Ich bin dein Mensch" (Deutschland 2021) – Filmabend im Gemeindezentrum mit anschl. Filmgespräch mit Thomas von der Heide (Kulturwissenschaftler und freier Referent) Di, 29.09.2026: 19.30 Uhr, "Du wirst geliebt! – Wirklich?" – Diskussionabend im Gemeindezentrum mit Stefan Burtscher (Obdachlosenseelsorge Gubbio), Sr. Hannah-Rita (Bethanien- und Gefängnisseelsorge), Brigitta Daniels-Nieswand (LVR Merheim), Nina Tackenberg (EFL Bergisch Gladbach), Moderation: Dr. Nina Paulic (Business-Coach und Mediatorin) Mi, 30.09.2023: 19.30 Uhr, "You've got a friend" – Lieder vom Lieben und Geliebtwerden. Mitsingabend im Gemeindezentrum mit Thomas Bodenmüller und der Band Elpida Do, 01.10.2026: 19.30 Uhr, "Zwischen Himmel und Harfe" – ein Abend in der Pfarrkirche mit Harfenmusik (Isabelle Marchewka, Harfenistin), Texten und Lichtinstallation Sa., 03.10.2026: 10 Uhr, "Gottes Liebe ist so wunderbar" – ein Mitmachvormittag im Gemeindezentrum für Familien mit Kindern im Kita- und Grundschulalter So, 04.10.2026: 10 Uhr, Familienmesse zu Erntedank und zum Abschluss der Projektwoche in der Pfarrkirche, mit der Band Ruhama und Lebensmittelspenden für die TAFEL Bergisch Gladbach, anschließend Jo-BaR
Patrozinium & Pfarrfest
25. Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser, an diesem Sonntag feiern wir unser Pfarrpatrozinium, das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers und zugleich unser Pfarrfest. Im Evangelium des Festtages wird der Mutter Elisabeth wie dem Vater Zacharias die Frage gestellt, wie ihr Sohn heißen soll. Beide antworten, er solle „Johannes“ heißen. Im Alten wie im Neuen Testament haben die Namen meist eine tiefere Bedeutung. So ist der Name Programm für das, was Gott mit einer Person vorhat. „Johannes“ heißt übersetzt „Gott ist gnädig.“ Einerseits zeigt Gott sich Elisabeth und Zacharias gegenüber als gnädig indem beide das lang ersehnte Kind erhalten, andererseits enthält der Name für Johannes selber die Botschaft, die er erst im Laufe seines Lebens erkennen und verstehen wird: Johannes tritt als Wegbereiter für den Messias auf indem er das drohende Strafgerichtes Gottes ankündigt. Und dann muss Johannes in seinem Leben erkennen, dass Jesus, den er als Messias angekündigt hat, ganz anders ist als er sich den Messias vorstellt. Jesus verkündigt Gott als barmherzigen Vater, der sich den Menschen in Liebe zuwendet. Und diese Zuwendung geschieht aus Gnade, also unverdient. Sie ist Geschenk, wenn auch zugleich Auftrag an jeden, der Jesus Christus nachfolgen will. Wie auch immer unser eigener Name ist, Gott schenkt uns in den Heiligen, unseren Namenspatronen und anderen Menschen Beispiele wie Menschen ihren Glauben in ihr Leben übersetzt haben. Wir dürfen deren Zeugnis kritisch anschauen, aber auch Anregungen für unser eigenes Leben aufgreifen. Versuchen wir Gottes Wirken in unserem Leben zu erkennen, seien wir dabei nicht zu sehr auf unsere eigenen Gottesvorstellungen festgelegt. Ich wünsche uns allen ein schönes und gesegnetes Pfarrfest mit frohmachenden Begegnungen, Ihr Winfried Kissel, Pfr.
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